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#1

Nebenwirkungen

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 09.10.2014 13:05
von HALDOLROBOTER (gelöscht)
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Was hattet ihr alles schon für Nebenwirkungen?

Ich finde dieses Thema sollte auch Teil der Psychoedukation sein.

Die Nebenwirkungen werden meiner Meinung nach meist von den Psychiatern totgeschwiegen und man gibt ein erstmal Medikamente ohne einen vorher über etwaige Nebenwirkungen zu informieren, so nach den Motto: Sie werden schon merken welche Nebenwirkungen sie haben.

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Haben euch die Ärzte vorher über Nebenwirkungen aufgeklärt?


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#2

RE: Nebenwirkungen

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 09.10.2014 13:20
von Hirnsehprogramm | 1.213 Beiträge | 2414 Punkte
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Über Nebenwirkungen aufgeklärt? Leider nein. Wenn dann drastische aufgetreten waren, dann haben die nur mit Panik im Blick reagiert, und die Medikation umgestellt. Ist aber auch 10 Jahre her, weiss nicht ob da Umdenken stattgefunden hat.

Ich glaube das ist Teil vom offiziellen "Behandlungskonzept", vor allem in der Klinik, die Nebenwirkungen runterzuspielen. Ich glaube deswegen, weil erstens viele Patienten uneinsichtig sind, und zweitens viele eigenmächtig absetzen, und drittens sich Psychotiker gerne in manche Dinge reinsteigern. Der Schluss daraus ist dann, dass man die Nebenwirkungen generell runterspielt oder verschweigt, um eine "stressfreiere" Behandlung zu haben. Fair finde ich das aber nicht. Ich glaube eine Behandlungsphilosophie mit Aufklärung, aber im Gegenzug mehr psychologischer Betreuung wäre vielleicht angemessener! Ich fände auch besser, die Nebenwirkungen angemessen zu diskutieren, als dass ein Patient von ihnen überrascht wird, oder im Beipackzettel oder im Internet selbst rausfindet und dann erst recht Panik bekommt!

Nebenwirkungen hatte und habe ich auch, z.B. anfangs bei Amisulprid Muskelkrämpfe und Versteifungen, z.B. schubweise dass mein Bein sich bei'm gehen fast von alleine durchgestreckt hat, und ich kaum noch gehen konnte. Dazu oft fast parkinsonartiges unkontrollierbares Zittern. Als ich dann in der Klinik einen heftigeren Krampf bekommen habe, haben sie das Medikament gewechselt. Unter Zeldox auch teils Kreislaufprobleme. Unter allen NL eine Dämpfung, Verlangsamung und Lähmung des Denkens und Fühlens, wenn die Dosis hoch war. Und noch ein paar andere Sachen...

Es ist ein bisschen den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, aber mit NL geht es mir eigentlich im Schnitt viel besser als ohne - weniger Leidensdruck halt. Nach ein paar Absetzversuchen musste ich mir das eingestehen.


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#3

RE: Nebenwirkungen

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 09.10.2014 18:25
von Molly | 3.069 Beiträge | 14871 Punkte
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Ich hatte in den 23 Jahren mehr oder weniger Behandlung schon diverse Nebenwirkungen. Haldol war furchtbar. Da konnte ich nur noch total verschwommen sehen und nicht richtig schlucken weil ich einen total trockenen Hals hatte. Ich war total verkrampft, hatte Sitzunruhe und ein rotes, fettiges, verpickeltes Gesicht. Ich hatte das Gefühl nicht mehr richtig denken oder mir etwas merken zu können und sagte bei Gesprächen höchstens noch "Ja" oder "Nein". Ich wollte nur noch schlafen.

Mit Risperdal war mir ständig schwindelig und die Nase war verstopft. Ich habe auch einen Tinnitus entwickelt.

Impromen machte furchtbar müde und antriebslos. Leichte extrapyramidale Störungen und Sitzunruhe.

Abilify hatte keinerlei Wirkung.

Amisulprid machte in hoher Dosierung Milchfluss, leichte Blickkrämpfe und leichte Muskelanspannungen. Der Zyklus blieb sofort aus und ich litt unter leichten extrapyramidalen Störungen. Z.B. konnte ich nicht zur Seite sehen, wenn ich irgendwo lang lief, weil ich dann sofort anfing zu schwanken.

Über irgendwelche Nebenwirkungen wurde ich in den ganzen Jahren weder in der Klinik, noch vom niedergelassenen Psychiater aufgeklärt. Zuhause kann man ja noch den Beipackzettel lesen. In der Klinik bekommt man diesen nicht zu sehen. Das Einzigste, was mir damals vor Einnahme von Haldol gesagt wurde war, dass ich dann gleich müde werden würde.


Mein Wahlspruch: Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft!
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#4

RE: Nebenwirkungen

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 09.10.2014 20:35
von comfortzone | 394 Beiträge | 533 Punkte
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Nachdem was man so bei vielen Posts lesen kann, gehöre ich wohl zu den Patienten um die man sich etwas kümmert. Mir wurden ein paar Nebenwirkungen genannt mit dem Hinweis in die Praxis zu kommen, wenn was nicht gut läuft.

Zuerst habe ich ein AD bekommen. Hier wurde ich darauf hingewiesen, dass es Suizidgedanken anfangs verstärken kann. Daher sollte ich mich melden, wenn das auftreten würde. Dazu ist es nicht gekommen.

Danach wurde Seroquell/Quetiapin eingeschlichen, wo man mir anfangs direkt sagte, dass es einen vor allem zu Beginn "umhauen" kann. Dazu kam es und so habe ich mich mehrere Male hintereinander und insgs. drei Wochen krankschreiben lassen.
Kleinere Geschichte wurden auch angesprochen wie "Nase zu", verstärkter oder besser spürbarer Herzschlag. Diese Nebenwirkungen traten ebenfalls auf, sind aber mit der Zeit verschwunden und wenn nur noch am Rand mitzubekommen.

Parallel wurde ein Medikamentenplan erstellt, der alle paar Wochen umgestellt wurde. Hauptsächlich, da das Seroquell stetig aufdosiert wurde. Mit der Erhöhung kamen dann auch die regelmäßigen Bluttests.

Gleichzeitig habe ich mich über die Medikamente schlaugemacht und bei Bedarf Fragen gestellt. Das hat alles mehr oder weniger gut funktioniert und heute vertrage ich die Dosierungen gut. Ein Nebeneffekt; den der Gewichtszunahme habe ich begrüßt, da ich ziemlich abgemagert war. So habe ich dann auch meine Ernährung umgestellt und kann mein Gewicht halten und steuern.

Ärzte sehe ich in der Pflicht Patienten ausgiebig zu informieren. Der Patient kann aber auch ein wenig Eigeninitiative zeigen oder bei Bedarf Nebenwirkungen zur Diskussion stellen. Man will ja selber ein beschwerdefreies Leben führen.

Das alles weicht denke ich stark von Patienten ab, die in einer Klinik eingestellt werden. Habe schon oft gelesen, dass hier eher "Wert" daraufgelegt wird Patienten zu sedieren, damit diese Ruhe geben. So hatte ich auch keine Lust in eine Klinik zu gehen, was man mir auch kurz empfohlen hatte. Das würde Fragen im Umfeld aufwerfen und mich vom Arbeiten abhalten.


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