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#1

Wie kann ich ihm noch helfen?

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2014 11:40
von milsani (gelöscht)
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Hallo,

ich habe mich soeben hier angemeldet in der Hoffnung mich mit Betroffenen und Angehörigen auszutauschen.
Langsam bin ich absolut überfragt und weiß einfach nicht mehr was ich machen soll oder kann.
Seit 4 Monaten lebe ich getrennt von meinem Freund und Vater meiner Kinder bei meinen Eltern, da ich es nicht schaffte ihn aus seiner Drogensucht zu befreien. In dieser Zeit wurde er sehr psychotisch, vlt auch schon vorher, aber da brqch sie dann richtig aus.
Bis er sich zu einem Entzug entschied, bei dem eine substanzinduzierte Psychose diagnostiziert wurde, ist einige Zeit vergangen und viele Straftaten mussten passieren. Nun war er überzeugt, das ich nach Entzug mit den Kindern zurück in die gemeinsame Wohnung komme, was jedoch nicht geschah.
Die Tatsache riss ihm erneut den Boden unter den F7ssen weg.
Ich muss zwischendurch erwähnen das 2009 bei mir eine emotional instabile persönlichkeitsstörung diagnostiert wurde, mit der ich aber durchaus gut zurecht komme. Während seines Entzuges beschäftigte er sich erstmals mit dieser Krankheit und ist nun der festen Überzeugung ich sei schwerkrank.
Er hat höllische Angst um mich und unsere Kinder, das er mir die Polizei nach hause schickte, weil ich ihm angeblich mit suizid drohte. Die Polizei konnte jedoch keine Gefährdung feststellen, sodass er nun zum Jugendamt ging und absolute schauermärchen erzählt. Wenn ich mit ihm darübet rede, ist er so überzeugz davon und faselt nur was davon, dass ich ihn gerettet habe und es nun seine Aufgabe wäre mich zu retten damif wir wieder eine intakte Familie sein können. Er drohte mir sogar wenigstens den kleinen hier raus zu holen um ihn zu schützen, denn ich sei ja schwer krank und suizid gefährdet. An diesem Abend ging er zurück in die Klinik und loeß sich medikamentös einstellen, durfte aber nach 4 Tagen wieder gehen und sein wahn hält an.
Ich weiß wirklich nicht mehr was ich machen kann um ihn da raus zu holen. Er verdreht mir die Worte im Mund und sowieso haben sich alle gegen ihn verschworen. Wie kann ich mich ihm gegenüber verhalten?

liebe Grüße

Milsani


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#2

RE: Wie kann ich ihm noch helfen?

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2014 13:03
von menschdings (gelöscht)
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Das ist wirklich ein sehr großes Problem was du da mit ihm hast...
Ich denke einerseits dass es fatal wäre, Kindern ihren Vater zu nehmen allerdings sobald eine gefährdung deiner Kinder durch ihn besteht solltest du dir überlegen ob du dir nicht eine einstweilige verfügung holst oder in ein anderes bundesland ziehst irgendwohin wo er dir nicht folgen kann. Dies aber nur im Notfall... Ich weiß ja nicht wie drastisch das bei dir schon ist.
Ansonsten kannst du den Versuch unternehmen dich mit ihm zusammen zu setzen und ein langes klärendes Gespräch zu führen. In diesem Gespräch musst du versuchen ihn trotz seiner Krankheit für vollkommen voll zu nehmen und schuldzuweisungen haben dort auch keinen platz. In dem Gespräch kannst du ihm erklären, wie du mit der Krankheit umgehst und versuchen ihm die Angst davor zu nehmen.
Du solltest ihm erklären, dass weder dir noch ihm und ganz besonders nicht eurem kleinsten geholfen ist, wenn er aus seiner gewohnten umgebung gerissen wird.
Warum bist du denn nicht wieder mit ihm in die gemeinsame Wohnung? Und ist diese Option für dich vollkommen ausgeschlossen?


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#3

RE: Wie kann ich ihm noch helfen?

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2014 18:14
von milsani (gelöscht)
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Vielen Dank für deine Antwort. Der Termin beim Jugendamt findet erst am Dienstag statt und ich bin ehrlich gespannt, was dabei raus kommt.
Mit ihm zu kommunizieren gestaltet sich wirklich schwer, da es mir nicht leicht fällt wirklich ruhig zu bleiben.
In die gemeinsame Wohnung zurück steht für mich außer Frage.Ich bin nicht zurück weil ich angst hatte dass das spiel sich zu schnell wiederholt. ich kann das meinen kindern und meinen Nerven nicht mehr antun. Ich bot ihm an das wir langsam gucken was mit uns passiert, uns regelmäßig sehen und abwarten Das kommt nur leider überhaupt nicht bei ihm an. Wir hatten auch ein gemeinsames Gespräch mit seiner Psychologin, aber das empfand er als würden wir zwei uns gegen ihn verschworen haben. Ich wohne derzeit 30km von ihm weg noch weiter geht nicht.
Meine Eltern hassen ihn und mit ihnen kann ich auch nicht darüber sprechen. Sie verstehen heute noch nichtmal warum ich überhaupt in der Klinik war.


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#4

RE: Wie kann ich ihm noch helfen?

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2014 18:37
von Isabell (gelöscht)
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Hi Milsani,

ich kann mir schon vorstellen, dass es schwierig für dich ist, sich gegen die Übergriffe des Partners zu wehren. Auch wenn dein Partner vorgibt, dir helfen zu wollen, ist es ein Eingriff in dein Leben und den möchtest du eben nicht. Das muss er akzeptieren und wenn Gespräche nicht mehr ausreichen, um klare Verhältnisse zu schaffen, dann musst du dir unbedingt irgendwo Hilfe suchen. Du solltest dich nicht fragen, wie du ihm helfen kannst, sondern wie du dir selbst hilfst. Wenn du einen Schlusstrich möchtest und das Zusammenleben für dich nicht mehr in Frage kommt, dann solltest du die Trennung auch in deinem Kopf vornehmen.

Alles Gute,
Isa


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#5

RE: Wie kann ich ihm noch helfen?

in Treffpunkt für Angehörige 07.09.2014 18:43
von milsani (gelöscht)
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das ist wohl das nächste.
im grunde möchte ich nichts anderes als glücklich mit ihm zu sein.
er kann ein toller mensch sein und ebenso auch vater, wenn er nicht grade irgendwelche wahnideen hat oder drogen konsumiert.
die letzten 4 wochen in denen er clean war, waren super schön und weckten neue hoffnungen in mir, dass wir es wohl doch noch schaffen können, aber von diesem gedanken muss ich mich wohl verabschieden. :(


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#6

RE: Wie kann ich ihm noch helfen?

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2014 13:26
von Hotte | 1.639 Beiträge | 4802 Punkte
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Hallo Milsani,

es ist nicht Deine Aufgabe, ihn da rauszuholen. Aus meiner Sicht ist das auch gar nicht möglich. Weder aus der Psychose noch aus der Drogensucht.
Allein Drogenkonsum wäre für mich (insbesondere mit Kindern) ein Trennungsgrund. Eine Beziehung mit einem Beschaffungskriminellen habe ich hinter mir. Ich hatte auch geglaubt, die Liebe sei stärker als die Sucht und musste feststellen, dass dem nicht so ist.

Hinsichtlich der Psychose kannst Du ihn einladen, in die Realität zurückzukommen. Er muss dieses Einladung aber auch annehmen. Verstehst Du? Ob er diese Einladung annimmt liegt außerhalb Deiner Macht und Verantwortung. Deine Aufgabe ist in erster Linie, an Dich zu denken und dann, Deine Kinder (vor traumatischen Erlebnissen durch seine Erkrankung) zu beschützen, Drogen und Spritzen außer Reichweite zu halten usw.
Der Inhalt der Psychose deutet darauf hin, dass er Angst hat, Du könntest schwer krank werden und nicht mehr für die Kinder sorgen. Diese Angst drückt sich bei ihm als Wahn aus, ähnlich einem für ihn zur Realität gewordenem Alptraum.

Was Du sonst noch tun kannst, ist auf die Rahmenbedingungen zu achten. Gehen die Leute in der Klinik anständig mit ihm um? Landet er durch sein Verhalten auf der Straße oder lässt sich das vermeiden?


---
Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus! (G. Sielaff)
Mein Blog: https://ingo-schreibt-anders.blog
Ich schreibe auch in der http://www.schreibkommune.de/. Dort findet ihr Geschichten und Artikel mit Themen rund ums Schreiben.
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#7

RE: Wie kann ich ihm noch helfen?

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2014 17:02
von milsani (gelöscht)
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Ja ich habe schon befürchtet das ich nichts mehr tun kann, außer auf mich und meine Kinder aufpassen bzw uns zu schützen.
In der Klinin ist er nicht mehr, dort wurde er nur auf Medikamente eingestellt und ich bekam auch schon Stationsverbot, weil es für ihn emotional nicht gut war.
Vor den Kindern konsumierte er nie und als ich merkte das ich ihm da nicht rausbelfeb kann, packte ich auch unsere Sachen.
Seine Wohnung wird er wohl nicht verlieren, das einzige was ihn noch erwartet ist ein Gerichtsverfahren, wo es noch sehr unklar ist was ihn erwarten wird.
Ich danke euch für die Antworten.


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#8

RE: Wie kann ich ihm noch helfen?

in Treffpunkt für Angehörige 08.09.2014 22:26
von comfortzone | 394 Beiträge | 533 Punkte
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Ich glaube schon, dass du was für ihn tun kannst, aber in erster Linie, solltest du deine Grenzen aufzeigen, sonst gehen beide kaputt.
Vor allem, wenn man eine Familie hat, sollte man diese nie aus den Augen verlieren. Das kann aktuell denke ich auch darauf hinauslaufen, dass er das Sorgerecht entzogen bekommt. Würde da das bereits erwähnte Jugendamt samt Kinderpsychologen hinzuziehen. Ich kenne einen Fall, da haben die Kinde (Grundschulalter) gesagt, dass sie nicht mehr beim Vater sein wollen. Solche Gespräche finden mit den Eltern, aber auch alleine zwischen Psychologen und Kindern statt um zu prüfen, inwieweit die Kinder beeinflusst wurden.
Denke wenn man die Kinder gesichert hat, kann man gucken, inwieweit man überhaupt dem Vater helfen kann.
Wenn der nur für eine sehr kurze Dauer in der Klinik war, kann da denke ich auch nicht viel bei rumkommen. Frage mich, warum man ihn so schnell entlässt. Kann man überhaupt in ein paar Tagen auf ein Medikament eingestellt sein? (bei mir hat´s fast ein Jahr gedauert, wenngleich ambulant) Komische Ärzte.
Kann gut sein, dass es eine drogeninduzierte Psychose ist. Auch die braucht Zeit und wenn man weiter Drogen nimmt, wird daraus nichts. Ich denke man kann versuchen ihm das Gefühl zu vermitteln, dass er weiterhin der Vater ist und ggfs. diese Rolle wieder einnehmen kann, aber dafür muss er an sich arbeiten. Bis davon überhaupt was bis zum ihm durchdringt, vergeht sicherlich viel Zeit. Ohne ordentliche Therapie erst recht.


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#9

RE: Wie kann ich ihm noch helfen?

in Treffpunkt für Angehörige 09.09.2014 07:07
von milsani (gelöscht)
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Für mich stehen an erster Stelle meine Kinder. Grade die große musste im Grunde schon genug miterleben, dass will ich für sie nicht.
Ich gab ihm nie das Gefühl das er kein Vater mehr sein darf, außer einmal kirz nach meinem Auszug, aber da war sein Konsum so massiv dass das in keinster Weise zu verantworten war. Er fühlt es aber trotzdem anders und ich habe ihm soviele Angebote gemacht, aber mit nichts ist er zufrieden.
Das mit der Klinik verstehe ich in keinster Weise. Es kann daran liegen, dass er nur auf der Entzugsstation war und diese Aufenthaltsdauer eh begrenzt ist. Er wehrt sich auch wehement gegen eine stationäre 'Langzeittherapie', da er sich nicht seiner Freiheit berauben lassen will und jetzt der Meinung ist ich gehöre da viel eher hin.
Ich glaube das noch keine richtige Einsicht bei ihm vorhanden ist. Alle anderen sind schuld und wir haben uns gegen ihn versxhworen.
Das Abgrenzen ist gar nicht soo einfach, da er es einem ziemlich schwer macht, aber ich versuche mein bestmögliches.


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