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#1

Wie gehe ich mit meiner Mutter um Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 23.05.2014 21:33
von hallihallo (gelöscht)
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Hallo, ich bin neu hier. Ich habe ein Problem. Meine Muttter hat jetzt zum zweiten Mal eine Psychose und ich komm damit einfach nicht zurecht. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Meine Mutter nimmt keine tabltten und weigert sich dann auch sie zunehmen in der Zeit in der sie die komischen Sachen spricht. Sie traut sich nicht raus und wenn schauen sie alle anscheinend komisch an. Fotoaparate kommen ihr komischen vor. Sie denkt dann man fotografiert sie. Die Mafia ist auch schon dabei gewesen. Beim letzten Mal war es viel schlimmer. Verfolgungswahn... jetzt ist es so das sie es mir nicht mehr erzählt was sie denkt aber ich merke es. Sie stellt auch komische Fragen von der vergagenheit. Schaut meine Füße an und ist daun. Sie hat auch unglaubliche Angst wenn ich rausgehe. Sie sagt dann sie mich holen würden. Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll? Und wie ich mich verhalten soll? Ohne Tabletten verschwindet die Psychose ja nicht? weil sie will sie nicht einnehmen. Kann man die tabletten ihr irgend wie unterjubeln?


zuletzt bearbeitet 23.05.2014 21:34 | nach oben springen

#2

RE: Wie gehe ich mit meiner Mutter um Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 24.05.2014 00:42
von Hirnsehprogramm | 1.200 Beiträge | 2317 Punkte
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Hallo!

Erstmal: ich bin keine Fachperson, kein Psychiater oder Psychologe oder so, und deswegen ist mein Rat jetzt hier natürlich kein offizieller Faden dafür, was du machen und tun kannst/solltest. Ich bin selbst nur jemand, der durch Psychosen gegangen ist, und weiss deswegen ein bisschen, wie sich das anfühlen kann, mehr nicht.

Also erstmal: Medikamente "unterjubeln" - bitte nicht, unbedingt nicht! Grenzt an Körperverletzung, und unsachgemässem Umgang mit verschreibungspflichtigen Medikamenten! Mal abgesehen davon, dass es eine ziemliche Bevormundung des Betroffenen ist, kann das auch ganzschön schief gehen. Diese Medikamente sind dafür gedacht, regelmässig in kontrollierten Dosierungen und mit der entsprechenden Aufnahmeform eingenommen zu werden - sie bauen dann nach einer Weile einen Blutspiegel auf, der die entsprechende Wirkung haben soll. Unkontrollierte Zuführung, z.B. über das Beimengen in Essen oder Getränke ist erstens eine andere Aufnahmeform, die andere Blutspiegel aufbauen kann, und zweitens kann durch "Verluste" oder schnellere Aufnahme als gedacht dieser unregelmässig schwanken, was gefährlich sein kann. Du willst deine Mutter nicht in eine unkontrollierte Achterbahn schicken, also lass solche Gedanken bitte weg. Zudem hat sowas ja eh nur Zukunft, wenn sie selbst halbwegs mitmacht - kurzfristig wird es eh nicht soviel bringen. Diese Medikamente sind auch nicht ohne, und sollten immer kontrolliert verabreicht werden, unter Aufsicht eines Arztes, auch mit den entsprechenden Prüfungen was den Blutspiegel und die Nebenwirkungen angeht. Selbst in der Zwangsbehandlung wird keinem Patienten was "untergejubelt", wenn dann werden in Notfällen halt kontrolliert von Fachpersonal Spritzen für den Übergang verabreicht.

Du könntest natürlich "ausserhalb der Reihe" mal mit den behandelnden Ärzten oder dann dem sozialpsychiatrischen Dienst über die Situation sprechen, und dort um Rat bitten. Dann hast du, im Gegensatz zu irgendwelchen Leuten aus einem Forum, mal Meinungen von Leuten die sich jeden Tag mit sowas beschäftigen und Erfahrung haben. Wäre erstmal besser so.

Was den Umgang mit deiner Mutter angeht - wenn sie psychotisch ist, ist sie halt in einem ganz anderen Zustand als man als gesunder sein würde. Und das betrifft nicht nur ihre Vorstellungen, sondern auch eine ganz andere offene Reizleitung und ein teils entfremdetes unmittelbares Empfinden von allem um sie herum, was auch bei scheinbar kleinen Anlässen durchaus emotionale Krisen triggern kann. Aber behandel sie bitte nicht wie ein Kind oder so. Vermeide einfach, ihr Stress zu machen, oder Vorwürfe zu machen, oder aggressiv auf sie einzureden oder so - in der Wahrnehmung eines Psychotikers kann all sowas sehr verfremdet und auch bedrohlich wirken. Ich denke mal, du bist kein Psychologiemeister, also überlass den Rest lieber Leuten mit Erfahrung, wenn es darum geht sie einsichtig zur Behandlung werden zu lassen. Nicht dass ich jetzt behaupten würde, diese Menschen würden das auch immer perfekt können... aber gibt ihr ruhig, ohne jetzt was vorzuspielen oder so, ansonsten die normale Beziehung, und möglichst positive und beruhigende Sachen von dir - sie steht wahrscheinlich unter ganzschönem Druck, und kann jeden Funken Entspannung davon gut gebrachen. Alles weiter sollten dir besser entsprechend ausgebildete Personen vorschlagen.

Ob die Psychose ohne Tabletten irgendwann verschwindet oder nicht, und wie der Verlauf so sein wird, weiss keiner, kommt vor dass es unter Idealbedingungen irgendwann besser wird, kann aber auch definitiv nicht sein, vor allem wenn ihr Wahn sich immer weiter verstetigt. Vielleicht ist sie auch so stark auf Sendung, weil sie ihre Medikation vor kurzer Zeit von heut auf morgen abgesetzt hat - dann schlägt sowas gerne besonders heftig und zuverlässig durch. Red' mal so bald du kannst mit Profis, und hör dir an, was die so dazu sagen, und behandel deine Mutter lieber erstmal vorsichtig und vor allem menschlich. Psychose kann heissen: alle Filter offen.


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#3

RE: Wie gehe ich mit meiner Mutter um Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 24.05.2014 12:43
von hallihallo (gelöscht)
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danke für die schnelle antwort :) Meine Mama hat bisher immer Risperidon genommen. Unterjubeln will ich es ihr jetzt auch nicht. Sie macht ja jetzt auch nicht gefährliches. Sie ist einfach daun und wenn sie raus geht findet sie alle menschen komisch. Sie sagt dann immer wir sind in was schlimmes reingeraten. Wie gesagt, erzählen tut sie mir diesem Mal nicht mehr so viel. ich versuche immer ruhig zubleiben und sie auch irgend wie zu verstehen. Immer kann ich mir das einfach auch nicht anhören, dass ist wirklich schwer seine mama so zu sehen und ich wünche mir so sehr das sie wieder die alte wird. Ich hab manchmal das gefühl es wird besser aber dann wieder gar nicht. ich werde jetzt am Montag zu ihrem Psychologen gehen der letztes mal .vor drei jahren ihr die Tabletten verschrieben hat. ich hoffe auch das sie mit kommt freiwillig. Sie hat einfach große Angst vor Krankenhäuser oder auch vor Ärzten in der zeit in der sie ihren Schub hat.


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