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Mein neuestes Hirnprodukt

in Betroffenen-Literatur 09.05.2014 23:57
von Hirnsehprogramm | 1.224 Beiträge | 2487 Punkte
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Bei mir ist es so, dass ich zuviel Zeit habe und rumhänge, oder zwischen meinen Beschäftigungen dann auch mal längere Pausen mache um zu entspannen - und dabei baue ich, ob ich will oder nicht, immer mal allerlei Gedankengebäude auf. Keine Sorge, ich will jetzt nicht die Weltherrschaft antreten oder so, ich habe gelernt das als amüsanten Zeitvertreib zu empfinden. Vielleicht ist das auch Krankheitstypisch, wer weiss. Irgendwie bauen sich dabei immer Vorstellungen auf, entsprungen aus allerlei einzelnen Sachen die ich mal gesehen oder gedacht habe, und bauen durch immer mehr Zusatzelemente langsam einen "Film". Kann auch mal über Jahre gehen, oder auch durchaus praktischen Nutzen haben wenn es in Richtung Tüftelei geht. Jedenfalls besser als die Stimmen, die kommen wenn ich sowas nicht mache.

Hier das Produkt des Tages, wo ich denke es könnte manch einen erheitern oder unterhalten - ich selbst habe damit nichts weiteres mehr vor (mag sein das Anklänge an bestimmte Sachen, die ich hier anderswo schon geschrieben habe durchscheinen):

Eines fernen Tages: Die Welt geht bald unter, weil die Sonne nicht mehr hinhaut. Die Menschen haben sich zwar klugerweise inzwischen ganz gut entwickelt und verbrüdert und widmen sich schon eine ganze Weile anderen Beschäftigungen als sich gegenseitig zum eigenen Nutzen 'nen Kopf kürzer zu machen. So glauben auch viele, es wäre Zeit gemeinsam abzuhauen von der Erde, um anderswo dem Lauf der Menschheit noch ein paar Jahrtausende zu gönnen, wo die lokale Sonne noch frisch ist und 'ne Weile hält. Problematisch ist nur, trotz fortgeschrittener Wissenschaft wurde die Hürde der Lichtgeschwindigkeit noch nicht überwunden, und der Gram ist gross, dass niemand lebend aufbrechen kann, um auch wo anzukommen.

Das Komitee hat also entschieden: wir machen jetzt erstmal richtig Party, dann bauen wir so'n paar tausend von den Dingern, und dann wieder Party, aber dann mit weniger Sorgen und bis die Sonne platzt. Moment mal, was für "Dinger" fragt die Menge den Botschafter, und er, äh entschuldigung ich war in Gedanken schon bei der Party, also solche Dinger:

Eine Einheit die selbstversorgend mit Unterlichtgeschwindigkeit durch das Weltall düst, von Stern zu Stern um immer mal genug Photonen als Energiequelle zu tanken, und auch mal ein paar kleinere unbewohnte und unbewohnbare oder Asteroiden abgrast um wichtige Rohstoffe aufzufüllen. Natürlich ohne Menschen an Bord ("Oh! Wirklich?"), sondern mit Maschinen und Robotern, die wir drauf programmieren den Kasten am Laufen zu halten während der Reise. Also so, dass die auch unvorhergesehenes einigermassen kreativ bewältigen können, und auch mal improvisieren oder so, wie's eben grade kommt. An Bord 'ne Menge toller Technik, die auch redundant bis zum Gehtnichtmehr aufgebaut ist und sich selbst sowohl reparieren als auch erweitern kann. Hoffen wir, die Programmierer machen einen guten Job. ("Was, und wir?") Ja, äh, wir jetzt nicht unbedingt, aber an Bord sollen allerlei Speicherbanken sein, so haltbares Saatgut, genetisches Material, der neuste Schrei in der künstlichen Befruchtung und Aufzucht. Von allen nützlichen Tieren und Pflanzen und auch vom... Naja, halt von uns. Wie war das noch mit der alten Geschichte mit dem Regen und dem Schiff, vielleicht war die eigentlich so gedacht worden? Auch egal, lange her. Vor Ort, wenn mal so 'ne Beule gefunden wurde auf der man gut hausen kann, werden halt Menschen nachproduziert, in der ersten Generation leider künstlich. Ist zwar blöd, aber wir haben schon, äh, stark menschenähnliche Roboter zur Aufzucht und Erziehung entwickelt, damit die Psyche da nicht zu sehr leidet - naja, bisschen trist halt, aber muss erstmal reichen. Zwischendurch auch vielleicht im Raum mal ein paar Generationen, falls die doofen Roboter mal wieder nicht weiterwissen, und echte menschliche Kreativität gefordert wird - die armen Teufel, aber geht ja manchmal nicht anders. Ihrer wird gedacht werden. Dafür kommt dann auch irgendwie unser ganzes Wissen mit an Bord, und allerlei nützliches und Spielsachen, und für Später dann auch Aufklärungslektüre, weil...ach ihr wisst schon. Und 'ne Anleitung wie man noch mehr von den Dingern baut. Damit's auch klappt halt nicht nur eins sondern so viele wir können bevor das helle Ding da oben noch heisser wird. Wer will mit? Da vorne ist die offizielle Genspendestelle, eure Kinder werden es euch in Jahrmillionen danken. So, das wär's, Rainer, ist der Keller von deinem Bruder dem Winzer noch so gut bestückt?...

Was denkt ihr? Süß & Sauer zugleich, meines Erachtens. Aber die Menschheit bräuchte so vielleicht, wenn's klappt, wesentlich länger um ganz auszusterben...


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#2

RE: Mein neuestes Hirnprodukt

in Betroffenen-Literatur 11.05.2014 22:23
von frog91 | 319 Beiträge | 845 Punkte
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Hallo HSP,

eine amüsante und interessante Vorstellung. Passt auch gerade, weil auf RTL der Film "Der Tag, an dem die Erde still steht" kam, wo Aliens die Erde vor der Menschheit, erreten wollten. Naja so ähnlich halt!. Ich bastel auch manchmal die abstrustesten Geschichten in meinem Kopf zusammen, vielleicht sollte ich sie auch mal aufschreiben. Auf jeden Fall erheiternd!

lg,
frog


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