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#1

Meine Mutter und die Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 05.05.2014 05:59
von wasserblume (gelöscht)
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Hallo alle miteinander.
Ich bin hier, wie oben auch steht, wegen meiner Mutter hier gelandet.
Sie leidet seit vielen Jahren an der Psychose, hat zusätzlich auch noch MS und ist Zuckerkrank.
Ich war damals Ca 9 Jahre alt als bei meiner Mutter die Psychose schlimmer wurde . Sie hörte stimmen die ihr sagten sie solle sich umbringen und das die Nachbarn sie Filmen würden.Ein Selbstmord versuch hat sie schon hinter sich. Es war eine zeit lang schon so schlimm, das sie mit Gegenständen auf und los ging und wir uns ins Kinderzimmer eingespert haben. Im krankenhaus wurde sie dann behandelt und war nach 2 Jahren wieder hergestellt.
Die Zeit danach war ganz ganz toll. Sie war wie ein anderer Mensch. Wir haben die damalige Zeit, Stunden und jede Minute nachgeholt und ausgekostet wie es möglich war. Ende letzten Jahres mussten wir umziehen weil sie durch ihre MS nicht mehr so gut die Treppen laufen kann. Wir sind nicht mehr mit der Wohnung fertig geworden, was uns allen ziemliche nerven gekostet hat. Meine Mutter wohnt nun mit meiner Schwester und ihrem Sohn zusammen in einer Wohnung und ich habe mir mit meinem Freund eine gemietet.
In der jetzigen Wohnung fängt das alles leider wieder an. (ich denke das der Auslöser die alte Wohnung war) Sie meint die Nachbarn sammeln um die da raus zu kriegen weil sie zu laut ist. Sie rufen sogar runter "die mach ich fertig" und wollen sie um jeden Preis wach halten. Meinte Mutter berichtet mir das es passiert, sobaldsie ihr Zimmer betritt. Mit ihrem Psychologen hat sie darüber schon gesproche und bekam ddasmMedikament citalopram dura 20 mg. Ich mein mich zu erinnern, als sie es damals nahm, es eine Zeit noch schlimmer war. Ich weiß auch nicht ob sie ihrem Arzt die ganze Geschichte erzählt hat und nicht nur ein Bruchteil. Für sie hat das alles ja real :/ Momentan schläft sie ab und an mal bei mir um Ruhe zu bekommen und das tut ihr auch echt gut. Auf Dauer das alles ja aber auch keine Lösung. Heute bin ich 23 und gehe mit der Situation natürlich auch ganz anders um als damals, nur weiß ich jetzt nicht weiter und habe angst das es wieder sehr schlimm wird :(
Ich schreibe das mit dem Handy, also entschuldigt Bitte das kuddelmuddel.
Was kann ich tun? Wie muss ich mich verhalten? Soll ich vielleicht mal mit ihrem Arzt sprechen?

Vielen Dank für's Lesen
liebe grüße Wasserblume


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#2

RE: Meine Mutter und die Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 07.05.2014 22:23
von Delphine | 335 Beiträge | 512 Punkte
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Hallo Wasserblume,

Citalopram wird im allgemeinen gegen Depressionen verschrieben ...

Meine Spekulation ist, dass deine Mutter nicht alles dem Arzt geschildert hat.

Ist deine Mutter denn auch bei einem Psychiater? Ein gemeinsames Gespräch mit dem Arzt, deiner Mutter und Dir kann vllt mehr bringen als wenn du alleine mit dem Arzt sprichst, weil er der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt.

Grüssle
Delphine


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#3

RE: Meine Mutter und die Psychose

in Treffpunkt für Angehörige 07.05.2014 23:19
von Hirnsehprogramm | 1.334 Beiträge | 2766 Punkte
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Hallo!

Das könnte wirklich ein psychotischer Schub sein, was deine Mutter da durchlebt. Was das Zimmer angeht - ich habe selbst schon bei mir erlebt, dass die Symptome durchaus in ganz bestimmten Situationen, Stimmungen und Umgebungen plötzlich gebündelt auftreten können, wo sie sonst in den Hintergrund treten oder anders gelagert sind. Das mit dem Stimmenhören was sie früher hatte ist natürlich ein ganz klassisches Symptom einer Psychose, aber es kann durchaus auch so aussehen, dass man akkustische Halluzinationen haben kann, auch so dass man glaubt es rufen aus der Umgebung Leute einem was zu, und auch endloses Gedankenkreisen und Anspannung was das Schlafen verhindern kann. Könnte ein Schub sein, der eben anders gelagert ist als ihre früheren. Stress und Veränderungen sind immer Faktoren die bei solchen Erkrankungen was hervorholen können.

Ganz inoffiziell würde ich selbst einfach mal kucken, sogar ein paar mal, was die Person in der Situation (zu Hause bei ihr) berichtet zu hören und denkt, und schauen ob ich das selbst auch so erlebe, oder ob das teils realistisch oder reine "Spinnerei" ist. Nicht dass es normal wäre, dass Nachbarn sich schräg verhalten, aber manchmal kann auch ein Quäntchen Wahrheit dabei sein, das sich selbst dann unnötig weiter steigert. Dadurch kannst du vielleicht auch abschätzen wie stark ihre Psychose ist. Kann bestimmt aber auch schiefgehen, von daher... So wie du das schreibst steigert sie sich schon wahrscheinlich in was rein, was dann sehr quälend für sie ist.

Was die Medikation angeht: gegen psychotisches Erleben gibt es quasi nur Neuroleptika, wobei auch in verschiedenen Ausprägungen, die aber alle ähnlich wirken. Das Citalopram als Antidepressivum kann da wahrscheinlich herzlich wenig gegen ausrichten, vielleicht sogar eher das Gegenteil bewirken. Du könntest schon noch mit dem Psychiater (und vielleicht auch vorsichtig deiner Mutter) reden ob da überhaupt noch Neuroleptika im Spiel sind - wenn sie früher schon in Behandlung wegen einer Psychose war, dann hatte sie sicher damals auch solche verschrieben bekommen. Nimmt sie diese noch, oder hat sie die irgenwann zwischendurch abgesetzt? Vielleicht hatte sie dem Arzt nur geschildert, dass sie sich angespannt und kraftlos oder dergleichen gefühlt hat, so dass er sie jetzt mit Diagnose "Depression" behandelt! Und "behutsam" - sie scheint ja nicht selbst zu realisieren, dass sie evtl. psychotisches Erleben hat, oft werten Betroffene ohne diese Einsicht Widerspruch gegen ihr Erleben als persönlichen Angriff.

Soviel zu meiner Binsenweisheit als selbst psychotischer Mensch - von daher mit weniger Wert in den Aussagen, als etwa das Urteil eines Arztes mit genug Erfahrung und Einfühlungsvermögen. Ich wünsche dir jedenfalls, dass deine Mutter durch richtige Behandlung wieder klarer werden kann, und auch speziell dass zusätzlich ihre MS und Diabetes gut im Griff bleiben - vielleicht sind es diese Sachen, mit anderen Ereignissen in der Summe der Belastungen, die deine Mutter wieder über die Schwelle getrieben haben. Alles Gute!


Ein scharfsichtiger Mensch würde sie erblicken, würde über sie nachsinnen, sie gründlich untersuchen. Ihm, der sie erblickt, über sie nachsinnt, sie gründlich untersucht, eben als leer, als hohl, als kernlos würde sie da erscheinen. Wie sollte auch in einer Schaummasse ein Kern sein!
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