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#1

Leitlinien zur pharmakologischen Behandlung von Schizophrenie

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 11.04.2014 16:46
von Serendipity | 271 Beiträge | 735 Punkte
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http://www.wfsbp.org/fileadmin/user_uplo..._Part1_2012.pdf

http://www.wfsbp.org/fileadmin/user_uplo..._Part2_2013.pdf

Leitlinien sind Behandlungsempfehlungen!
Sie sollen Erkenntnisse der aktuellsten Studien abbilden.
Jedoch ist immer ein Punkt dabei, daß der Arzt auf die individuelle Situation des Patienten eingehen muß.

Einige Punkte, die mir beim Vortrag im AKH Wien aufgefallen sind:

Sowohl Typika als auch Atypika sind wirksam. Atypika sind den Typika nicht überlegen, sie zeigen jedoch weniger motorische Nebenwirkungen, was einen Medikamentenabbruch unwahrscheinlicher macht.
Nebenwirkungen, die in den Leitlinien diskutiert werden: Gewichtszunahme, EPS, Prolaktinspiegel, Sedierung, metabolisches Syndrom (Diabetes), akute Dysthonie, Parkinson, Akathasie, Tardive Dyskinesie, maglignes neuroleptisches Syndrom, Agranulozytose, Mundtrockenheit/Speichelfluß
Bei 7 % Gewichtszunahme Medikament switchen
Nachteil Typika: Spätdyskinesien - Nachteil Atypika: Metabolisches Syndrom (führt zu Diabetes, Herzbeschwerden = geringere Lebenserwarthung)

Monotherapie vs. Komtinationstherapie (Ärztliche Erfahrung, keine Studien: 60% der Patienten erhalten Kombinationstherapie)
kontinuierlich vs. intermittierend (kontinuierlich empfohlen)

Nicht Typika in der Akutbehandlung, bei Stabilisierung switch zu Atypika.

Augmentation (= Dosissteigerung) bei Behandlungsresistenz nicht zielführend
Reduktion bei Stabilität frühestens nach 6 Monaten Stabilität

Medikamentenumstellung (Switch) schon nach 2 Wochen (nicht erst nach 4 - 6), wenn es nicht wirkt.

Positivsymptome sind gut in den Griff zu bekommen, Negativsymptome schwierig

Manche Medikamente werden sehr beforscht in Studien und erscheinen deshalb als besonders wirksam!


1 Mitglied hat sich bedankt!
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#2

RE: Leitlinien zur pharmakologischen Behandlung von Schizophrenie

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 11.04.2014 19:06
von Hirnsehprogramm | 1.165 Beiträge | 2088 Punkte
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Hallo, und danke für diese sehr interessanten Dokumente. Ich werde sie bei Gelegenheit studieren.

Was Kombinationstherapien angeht gibt es durchaus gewisse Studien, und auch Metaanalysen dieser. Einerseits fand ich welche (ältere), die Kombinationstherapien für durchaus "vorteilhaft" in der Wirkung betitelten, aber auch kritischere (auch in der Durchführung bzw. Analyse der Grundstudien) wie diese: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmedhealth/PMH0060899/

Letztenendes sind es viele dieser Studien und Analysen, die zur entgültigen Erschaffung von Behandlungsrichtlinien führen.


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#3

RE: Leitlinien zur pharmakologischen Behandlung von Schizophrenie

in Apotheke: Von Anafranil bis Zyprexa 14.04.2014 21:57
von Gandalf (gelöscht)
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Hi Surendipity,

Habe mal die 2013 durch den Übersetzer laufen lassen, um das lesen etwas zu vereinfachen.

Von der Studie halte ich nichts, Bedarfsmedikation wird darin ausgeklammert und als Schlussfolgerung sieht man die lebenslange Medikamenteneinnahme. Eindeutig sind das Schleimsch..er der Pharmaindustrie.

"im Sinn, dass die meisten Patienten wahrscheinlich lebenslange Behandlung {Bestrahlung} erfordern
{verlangen, benötigen} werden, und dies Behandlungsstrategien mit dem optimalen Gleichgewicht zwischen
Wirksamkeit bestimmt {feststellt}, und
tolerability."

Soviel zu den Leitlinien.

Typika haben fast die selben Nebenwirkungen wie A-Typika, nur noch stärker was vieles angeht. Mag sein das Typika leichter zu einem neuroleptischen Schock führt aber wenn sind sie nur bei der Akutbehandlung sinnvoll.
Kombinationstherapie von Neuroleptika ist schlecht für den Betroffenen, mag sein das bei der Akutbehandlung ein stärkeres Neuroleptika kurzzeitig Sinn macht aber nicht dauerhaft kombinationen so das man die doppelten Nebenwirkungen hat.
Kontinuierliche Behandlung ist ein Verbrechen an den Patienenten das ist bei vielen so, da wenn man nicht dauerhaft Stimmen und nichttragbare Symptome hat, mit den man nicht leben kann, will, dann macht Dauerbehandlung keinen Sinn und so macht man die Betroffenen auch ein Stück weit abhängig da es erstrecht dann zu Absetzpsychosen kommt.


Gruß


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zuletzt bearbeitet 14.04.2014 22:02 | nach oben springen


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