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#1

Die Macht des Unbewussten

in Schizophrenie in den Medien 09.04.2014 17:14
von Isabell (gelöscht)
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Hi ihrs,

auf 3Sat gibt es eine Themenwoche zum Mythos Intelligenz.

Heute um 20.15 Uhr geht es um den Einfluss des Unbewussten und darum, wie wenig Einfluss der Verstand auf unsere Entscheidungen hat.

Wäre auch mal eine interessante Frage, die sich daraus ergibt: Wie viel Relevanz hat der Aspekt Willensfreiheit und an welchen Prozessen ist unser innerer Autopilot beteiligt?

LG,
Isa


zuletzt bearbeitet 09.04.2014 17:15 | nach oben springen

#2

RE: Die Macht des Unbewussten

in Schizophrenie in den Medien 09.04.2014 17:54
von Hirnsehprogramm | 1.213 Beiträge | 2414 Punkte
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Oh, ich denke wir selbst sind eben wir selbst, und dieser ganze Hype um die Übermacht des "unterbewussten" geht finde ich daran vorbei, das dieses unterbewusste immer noch man selbst ist, nur eben im Bewusstsein in seiner Gänze nicht so wahrgenommen wird. Aber ich will lieber nicht zu sehr in's Detail gehen, da sind schon viele Schizophrene und Meditationsfreaks dran "zersplittert", auch ich hatte mit solchen Vorstellungen lange meine Not. Einzig Instinkte und Reflexreaktionen sehe ich als wirklich potentiell an der Persönlichkeit vorbei bestimmend - auch wenn wir meist diese Impulse durchaus willentlich beeinflussen, oder durch Arbeit und Training verändern können. Ich glaube, wir funktionieren eben teils aus viel Ablauf von Routinen, und das "Ich" umfasst zwecks "Optimierung" nicht immer alle dieser Komponenten immer bewusst in ihrem vollen Umfang. Und sowieso meistens nur das, was für uns grade wichtig ist.

Wenn ich Gitarre spiele bewegen sich meine Finger auch grösstenteils "von selbst", ohne das ich gross darüber nachdenken müsste wie ich jeden einzelnen setze - das musste freilich erst einmal langwierig, teils bewusst, so "hintrainiert" werden. Damit meine ich jetzt aber keine Wahrnehmungsverzerrung ala, das ich bei'm Spielen das Gefühl hätte "etwas anderes" würde statt mir selbst spielen.

Nur weil wir z.B. laut Hirnscans etwas "entscheiden", bevor wir im "Ich" uns dessen bewusst sind, heisst das finde ich nicht, das diese Entscheidung nicht von uns selbst höchstpersönlich getroffen wird. Ein PC muss auch erst etwas "im Verborgenen" ausrechnen, bevor er es auf dem Monitor darstellen kann - und rechnet er deswegen nicht "selbst", oder ist das Programm auf dem Monitor nicht das Programm, weil es eigentlich im Prozessor durchgerechnet wird? Oder ist unser Gesicht etwa nur da, wenn wir es grade in einem Spiegel sehen? So ist das nunmal, schräg und hat mir mal sehr sehr viel Kummer bereitet, bis ich das endlich dauerhaft genug begriffen habe, das die ganze Persönlichkeit nunmal auch da ist, wenn man an sie grade nicht denkt, und gewissermassen PC und Monitor auch nur ein einzige Einheit sind, ohne die die Programme Nutzlos wären. Das meine ich jetzt aber nicht so, das wir wie Computernutzer vor einem Monitor sitzen würden - ein wirklich gutes Beispiel aus der Technik, wie sich das meiner Meinung nach wirklich verhält, finde ich grade leider nicht.


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#3

RE: Die Macht des Unbewussten

in Schizophrenie in den Medien 09.04.2014 19:09
von Gandalf (gelöscht)
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Hi Isa,
finde ich ganz interessant, werde vielleicht mal reinschauen.

Eigentlich ist ja fast alles im Unterbewustsein und nur weniges spielt sich wirklich bewusst ab, ob es da größere Zusammenhänge gibt die eben auch die Außenwelt beeinflusst also wäre man interessant zu wissen. Gedankeneingabe und Entzug könnte ebenso ein natürliches Phänomen sein den wir alle ausgesetzt sind und somit nicht die volle Willensfreiheit haben und eben auch Fremdbestimmt sein können.
Da hatte ich mal ein Interessantes Erlebnis, als ich noch in der Berufsschule war, dabei ging es um Reibungskräfte und anscheinend hatte der Lehrer selbst das nicht richtig verstanden, da ich die Aufgabe schon mal hatte wies ich den Lehrer darauf hin das es halt nicht richtig wäre, er fragte dann noch mal nach bei einem anderen Lehrer und korrigierte sich. Dann schrieben wir eine Ex bei der das dann geprüft wurde und fast die ganze Klasse hatte da wieder den Fehler gemacht und der Lehrer hat es sogar so als richtig Korrigiert und ich bekam dafür Abzüge, das stellt ich dann klar, war auch nix schwieriges, gerade wenn man es schon mal hatte. Was ich damit sagen möchte ist das man sich vielleicht unterbewusst auch an die Erwartungshaltung die an einen gestellt wird anpasst und darauf sein denken und handeln stützt selbst wenn es mal nicht richtig ist.
Ich kann mich auch irren und das Thema wurde vorher nicht so behandelt.
Wie siehst du den Aspekt Willensfreiheit und den inneren Autopiloten?

Gruß


zuletzt bearbeitet 09.04.2014 19:14 | nach oben springen

#4

RE: Die Macht des Unbewussten

in Schizophrenie in den Medien 09.04.2014 19:39
von Isabell (gelöscht)
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Hi Maggi,

ohne die feste Grundüberzeugung, dass es Willensfreiheit gibt, würde ich mich wahrscheinlich in einer sehr verzweifelten Lage befinden. Ich halte nicht nur die Freiheit des Willens für eine Voraussetzung von Leben, sondern auch den Gedanken an Willensfreiheit. Wenn ich mir vorstelle, keinen freien Willen zu haben, werde ich krank. Sicherlich, es gibt Träume, Affekte, Triebe - dem gegenüber steht der menschliche Wille als vorderste Instanz zur freien Entscheidungsbildung. Unbewusst gibt es Dunkelzonen, die auch schon mal Richtungen vorgeben können, derer ist man sich nicht bewusst. Der freie Wille ist Bewusstwerdung und Reflektion und jederzeit auch außerhalb dieses inneren Autopiloten denkbar. Willensbildung bedeutet für mich auch ein Zueinander-In-Beziehung-Setzen, also zu sich, zu seinem Körper und zu einer äußeren Willenswelt. Es findet immer eine Wechselwirkung statt.

Gedankeneingabe und - entzug halte ich in diesem Zusammenhang für zugespitzte, außer Kontrolle geratene Denkweisen, die diese Problematik zwar zur Grundlage haben, aber keinen rationalen Zugang mehr dazu ermöglichen. Kein Wissenschaftler, der etwas auf sich hält würde Willensfreiheit auf der Gundlage von Gedankenentzug diskutieren. Das sind eben sehr ungesunde Sichtweisen und nicht nur ich behaupte, dass man sich auf Anhieb sehr unglücklich macht, wenn man sich dauerhaft im Denken begrenzt fühlt. In diesem Forum sind solche Themen daher mit äußerster Vorsicht zu behandeln, weil sie allerhand Triggerpotential haben.

LG,
Isa


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#5

RE: Die Macht des Unbewussten

in Schizophrenie in den Medien 09.04.2014 20:22
von Gandalf (gelöscht)
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Hi Isa,
Manchmal wünsche ich mir das es keinen freien Willen gäbe. Warum? Weil der Mensch zerstörerisch sein kann.
Würde es mir zumindest begrenzt wünschen so das nicht jedem alles frei steht zu tun und lassen was er will.
Sehe das ansonsten auch so wie du und fand das Kommentar sehr schön.

Gruß


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