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22
Juli
2017

'Schlaftherapie' Review 2

So - nachdem ich weitere knapp 2 Wochen meine regelmäßigen Schlafenszeiten (24 Uhr bis 6:30 Uhr) eingehalten habe, kann ich tatsächlich einen Erfolg bemerken: Zwei Nächte habe ich sogar c.a. 6 Stunden DURCHGESCHLAFEN. Das hätte ich nicht für möglich gehalten.
Ab heute werde ich mir nun eine Stunde mehr geben, soll heißen ich lege meine Schlafenszeiten fest von 23:00 Uhr bis 6:30 Uhr. Werde weiterhin immer kalt duschen nach dem Aufwachen, weil ich nur dann wieder einschlafen kann.

6 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Freia Gestern 21:38
22
Juli
2017

Ich geh heute aus! Alkohol und Pillen

Ich habe lange die Finger vom Alkohol gelassen mit den Pillen. Aber in letzter Zeit kann ich es wieder genießen ohne Angst. Es hat nicht mehr die Wirkung wie früher würde ich sagen. Aber es macht wieder lustig und beschwingt. Hab mit heute beim fertig machen einen angetrunken und warte jetzt sehnsüchtig das es los geht. juhu!

2 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Joan Gestern 20:38
22
Juli
2017

Bin übern Berg

Ich habe jetzt zwei Nächte nacheinander geschlafen. Heute dreizehn Stunden. Tagsüber bin ich sehr müde vom Olanzapin. Ich habe den Eindruck, das dauert immer eine Weile, bis man die Wirkung so richtig merkt.

In zwei Wochen muss ich meine Abschlusspräsentation vortragen und weiß gar nicht, wann ich die Zeit finden und woher ich die Kraft nehmen soll, diese vorzubereiten. Das Thema ist frei, es soll nur einen Bezug zu EX-IN geben.
Ein Abschlussgespräch habe ich am nächsten Donnerstag. Das kam für mich jetzt sehr kurzfristig, nachdem ich letzte Woche eine Verabredung angeleiert hatte, damit ich kein zu großes Loch haben würde.

Ich habe mal wieder das Gefühl, dass mir alles zuviel ist und ich fühle mich überhaupt nicht belastbar. Das ganze letzte Jahr bin ich sehr hart am Limit gewesen und immer wieder an meine Grenzen gekommen.

Ab heute gehe ich runter auf 7,5mg Olanzapin, damit mir nicht am Montag die Augen zufallen. Ab Montag gehe ich dann auf 5mg runter, wenn ich immer noch so müde bin. Das sollte reichen. Weniger als 5mg ist im Augenblick zu wenig.

3 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Hotte Gestern 19:38
21
Juli
2017

Gedankenkarusell

Gerade hänge ich im Bett und hänge mich wieder an der Tatsache auf, dass es mal wieder Zeit ist meinen Vater zu besuchen. Zum einen brauch ich eine Unterschrift wegen Bafögunterlagen, weil seine weder seine ehemalige noch seine jetzige Betreuerin das Ding unterschreiben wollen, weil hier Angaben aus der Zeit verlangt werden, als er noch seine alte Betreuerin hatte, aber eigentlich sie jetzige Betreuerin unterschreiben müsste, aber nicht alle Unterlagen von der alten Betreuerin übernehmen wollte. Ist an sich ka nicht so dramatisch, nur nervt mich dieses Heckmeck um eine simple Unterschrift, was ich bei meiner Mama nie habe. Und nun kann ich nur hoffen dass mein Papa in guter Verfassung ist, um das Zeug zu unterschreiben, was och da er seit einer Woche nicht angerufen hat bezweifle, andererseits kann das auch positiv sein und heißen, dass es ihm gut geht. Andererseits gehts mir auch selber besser wenn er sich weniger meldet, da mich nie etwas mehr getriggert hat als mein Vater, nicht falsch verstehen, ich hänge auch an ihm. Aber ich hätte ihn am liebsten gesund, noch lieber als mich selbe, weil es einfach nur weh tut, wenn ich sehe, dass es ihm schlecht geht.
Gleichzeitig macht es mich wütend, wenn er immmer wieder damit anfängt, dass er seine Tabletten nicht unbedingt bräuchte, ist aber ohne sie komplett auf Psychose, was ich als Kind, obwohl ich nicht mit ihm aufgewachsen bin, doch trotzdem, wenn auch nicht im vollen Ausmaß, aber schon durch die Verwandtschaft und Bekanntschaft in der Stadt bei mir immer gehört hatte. Stellenweise hatte ich als Kind und Teenager, wenn er so in seinercWelt gefangen war richtig Angst vor ihm. Hätte mich die väterliche Verwandtschaft damals darüber aufgeklärt, was mein Vater unberhaupt hat, wäre es mir damals sicher besser gegangen, aber die hielt sich ja nahezu komplett aus meinem Leben raus. Dabei wäre ich echt froh drüber gwesen mit meinen nahezu gleichaltrigen Cousins und Cousinen aufzuwachsen, aber da bin ich drüber weg. Zumindest so weit, als dass ich diesen Teil der Verwandtschaft, Großeltern, Onkel und Tante nicht wirklich als Familie sehen kann und auch werde. Ich hatte und habe den mütterlichen Teil als Unterstützung und bin auch froh drüber.
Nur hab ich heute wieder so einen Tag wo ich aufgrund der Tatsache, das ich befürchte durch meinen Papa wieder getriggert zu werden, so eine Phase wo auch alte Sachen wieder hochkommen
Das Mobbing in der Schule und während der Lehre, das mangelnde Selbstvertrauen was teilweise immer noch aufkommt, die Zeit als meine Mutter, meine Schwester und ich unter meinen Stiefvater lebten, die Zeit als ich mich völlig hässlich und abstoßend fand, bis ich das mit Hilfe einer sehr guren Freundin und einpaar anderer Mädels uberwinden konnte.
Manchmal kommt auch der Gedanke, ob ich nicht schon in der Kindheit Ansätze dafür hatte selbst zu erkranken. Zumindest gab es damals eine Zeit als ich mich nicht mal traute den Müll wegzubringen, weil ich Angst hatte von irgendwelchen Klassenlameraden gesehen und fertiggemacht zu werden, was auch mit Erfahrungen zusammenhing. Dann machte ich mir schon damals oft Gedanken was ich tun müsste um es allen recht zu machen und damit sie mich mögen, wollte niemanden enttäuschen, in allem, außer dem was ich wirklich nicht konnte, so gut wue möglich sein und habe dafür echt emgeackert, besonders in Bezug auf gute Noten, ganz ohne dass von Seiten meiner Eltern deswegen Druck erfolgte. Dann der ständige Druck mit durch den Zwang zur Kirche zu gehen durch meinen Stiefvater, obwohl ich schon als Kind damit begann diese zu hinterfragen und spätestens mit 14 von Grund auf ablehnte, was soweit ging, dass es jedes Mal einen riesen Krach gab, wenn ich mich weigerte die Kirchevuu besuchen, das Kreuz in meinen Zimmer entfernen wollte etc. Vbis meine Mutter und mein Opa deswegen imtervenierten, dass ich nicht zum Glauben gezwungen werden könne.
Ich habe wirklich keine Ahnung warum das alles gerade wieder hochkommt, aber musste mir das jetzt von der Seele schreiben, um endlich such mal schlafen zu können. Allgemein muss ich sber noch sagen, dass ihr echt ein tolles Forum seid und auch wenn ich mich hier nicht so oft melde hilft mir doch schon dsd fast tägliche mitlesen der Beiträge hier um meinen Alltag besser zu bewältigen und auch einen anderen Blick auf die Dinge zu bekommen. Außerdem tut es gut zu eissen mit der Erkrankung nicht allein zu sein. In diesem Sinne Gute Nacht an alle und ein baldiges schönes Wochenende.

1 Kommentar Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Fränzchen 21.07.2017 01:31
20
Juli
2017

Übernachtung in der Krisenpension

Da ich mich mittlerweile für die Krisenpension für diese Nacht entschieden habe und dort auch schon "eingescheckt" habe, wollte ich euch mal davon erzählen, wie es hier so abläuft für diejenigen, die mit dem Konzept der Integrierten Versorgung noch keine Bekanntschaft gemacht haben.

Heute nacht hatte ich bereits gemailt, dass es mir nicht gut geht (ich rufe nicht so gern die Rufbereitschaft an, weil ich dann evtl. jemanden wecken müsste) und beschrieben, wie es mir gerade geht und was ich heute vor hatte. Heute morgen habe ich dann angerufen und nochmal ein Update gegeben und war dann ja auch ohne Begleitung zum Arzt. Als ich zurück war, hatte ich nochmal Bescheid gesagt, dass alles so weit gut gelaufen war und ich heile zurück bin. Bei dieser Gelegenheit hatte ich mein Gespräch für den Nachmittag abgesagt, weil ich versucht hatte, zu schlafen - was leider misslang.

Deshalb habe ich dann heute nachmittag entschieden, dass ich sicherheitshalber in die Krisenpension gehe, weil falls die Medikamente heute wieder nicht anschlagen es sehr schnell gehen kann, dass ich psychotisch bin, weil mir einfach der Schlaf fehlt. Leichte Schwierigkeiten mit zielgerichteten Handlungen hatte ich bereits. Das wurde dann durch hinlegen und ausruhen, PMR, binaurale Klänge wieder besser, aber ich bin halt scharf an der Grenze.
Ich habe also angerufen und mitgeteilt, dass ich in die Krisenpension kommen will. Die Dame am Telefon musste nachfragen und hat mich dann zurückgerufen. Zufälligerweise ist auch gerade im Moment mein Genesungsbegleiter, der meine Bezugsbetreuung macht, hier im Einsatz.
Hier, zum Glück in fußläufiger Entfernung von meiner Wohnung (es hätte auch woanders in der Stadt sein können, wo ich per ÖPNV hätte hinreisen müssen) ist bereits eine Dame untergebracht ist, die sich in einem Zustand befindet, den zu erreichen ich zur Zeit zu vermeiden versuche. Sie assoziiert wild von Hölzchen auf Stöckchen, scheint teilweise wahnhaft und reagiert leicht emotional und wird dann aggressiv. Letztes Jahr war ich sehr lange so drauf und es war auch für mich total anstrengend...
Ich spiele mit dem Gedanken, heute abend auf 10mg hochzugehen.
Ich habe in aller Ruhe meine Siebensachen, darunter Wasser zu trinken, meine Medis und etwas zu essen für heute abend zusammengepackt und mich auf den Weg gemacht.

Ich habe also das Glück, dass ich am selben Tag ein freies Bett bekomme und zwar in einem Einzelzimmer. Wo gibt es das in einer Klinik?
Ich werde hier freundlich begrüßt und wir schnacken erstmal ganz locker, was eben gerade so obenauf liegt. Ich lerne die beschriebene Mitklientin kennen in einem Gespräch zu dritt. Wobei das Gespräch mit mir aus den genannten Gründen etwas schwierig ist. Ich bin aber früh genug hier, dass ich das gut vertragen kann.
Wir haben darüber gesprochen, wie wir das mit dem Abendessen machen wollen. Ich hab angeboten, dass ich für uns beide koche und wir uns die Nudeln teilen, die ich mitgebracht habe.
Im Augenblick ist gerade Übergabe mit der Ablösung, der Mitklientin und meinem Genesungsbegleiter, der bisher hier war. Sie unterhalten sich zu dritt (bei offenen Türen), ich tippe derweil hier.

Ich habe vor, nach der Übergabe noch zum Edeka zu gehen und etwas zum Naschen zu holen, falls ich wieder nicht schlafen kann und nachts Hunger kriege. Gleich wird Übergabe mit mir sein und den beiden, die hier zum Personal zählen. Wir hatten vorhin überlegt, zu viert Übergabe zu machen, aber das schien dann doch einfacher, es nacheinander zu machen - die Dame ist wirklich nicht gut beieinander zur Zeit.

Die Ablösung kenne ich noch nicht, die gehört nicht zur IV Süd, sondern zu einem anderen IV-Team. So wie es mir im Augenblick geht, habe ich kein Problem damit. Letztes Jahr hatte ich enorme Schwierigkeiten damit, neue Leute kennen zu lernen, weil es mir deutlich schlechter ging. Ich habe mich immer erst dann in die Krisenpension begeben, wenn es gar nicht mehr anders ging... ich wollte niemandem zur Last fallen. Naja, blöde depressive Gedanken halt.

Ich werde die Ablösung gleich fragen, wann sie schlafen gehen will, damit ich weiß, bis wann sie noch für Gespräche zur Verfügung steht. Danach - sollte ich wieder wach sein - habe ich meinen Computer, mein Tagebuch und ein Buch zum Lesen.
---
So, sie hat gesagt bis 23 Uhr ist sie für Gespräche bereit. Die Übergabe war leider nicht möglich ohne dass die Mitklientin ständig störte, sie schafft es einfach gerade nicht. War für mich aber in Ordnung und gut auszuhalten.
Mein Bett habe ich übrigens als ich kam selbst bezogen, an dieser Stelle wäre das Krankenhaus im Vorteil. ;)

Jetzt bin ich froh, hier einen Moment rauszukommen; es war bzw. ist gerade sehr laut.

6 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Hotte 20.07.2017 18:39
20
Juli
2017

Geheimnistuerei

Ich habe niemandem auf Arbeit erzählt dass ich Schizo bin. Bis jetzt hielten sie auch die Krankheitstage im Rahmen. War jetzt seit ca. einem Jahr eine Woche krank. Hatte da einen kleinen Nervlichen Zusammenbruch und viel geweint. Und hab dann zuhause nur geschlafen. Aber es ging dann wieder nach der Woche. Heute überlege ich wieder krank zu machen. Aber ich will nicht als nicht belastbar gelten. Deshalb zieh ich's durch. Aber manchmal ist es einfach nur schwer. Aber ich werd den Tag schon überstehen.

11 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Joan 20.07.2017 07:43
20
Juli
2017

Ich brauche meine Ruhetage zum Ausschlafen

Es ist echt verwunderlich, bekam ich doch gerade erst die Rückmeldung von einem Patienten, ich würde ja (mit Erkrankung) funktionieren... und bin dabei so sehr am Limit.

Es ist total egal, ob ich morgen voll durch den Wind bin - ich bekomme nur die Spritze und spreche mit meinem Genesungsbegleiter, der mich schon in allen Zuständen erlebt hat -, aber ich mache mir um Freitag/Samstag Gedanken. Mein vorletztes Modul. Ich könnte natürlich absagen, da ich tatsächlich noch ein Modul fehlen darf, ohne mein Zertifikat zu gefährden - aber ich fände es sehr schade drum.

Es ist also nicht so, dass ich mir keine Mühe geben würde mit dem Einschlafen, aber es geht im Augenblick nicht besser. Ich habe heute schon wieder 5mg genommen, also eine halbe Tablette eben erst. Das wird noch ne Weile dauern, bis die anschlägt. Ich höre das 2. Mal binaurale Klänge und einmal PMR habe ich auch schon durch. Der Fehler war, heute nach der Arbeit noch einkaufen zu gehen. Ich hätte sofort ins Bett gehört.

Und ich brauche auf jeden Fall, mit bezahlter Arbeit oder ohne, spätestens nach zwei Tagen mit Weckerklingeln wieder eine Gelegenheit zum Ausschlafen. Anders geht es nicht.

Jetzt mache ich mir noch einen Baldriantee. Prost!

12 Kommentare Kategorie: Arbeit und Beruf (öffentlich) Autor: Hotte 20.07.2017 01:08
19
Juli
2017

Juhu, Antrieb!

Durch den reduzierten Schlaf habe ich seit gestern wieder Antrieb und endlich Liegengebliebenes erledigen können. Dabei bin ich wirklich bei den Basics. Gestern ein Schreiben fertig gemacht mit einer Rechnung vom Zahnarzt an die Versicherung, ein bisschen gefegt und meinen Praktikumsbericht geschrieben. Und heute bin ich noch nach der Arbeit, total müde und erschöpft (am liebsten hätte ich mich sofort ins Bett gelegt) zum Einkaufen gegangen, weil ich dringend Wasser holen musste und bei der Gelegenheit bin ich gleich die Pfandflaschen und das Altglas wegbringen gegangen.

Ich nehme auch mit Genugtuung zur Kenntnis, dass die Fernseh-Ära jetzt offensichtlich erstmal beendet ist und ich die Abende wieder am Computer verbringe, blogge und mich in Foren austausche. Damit bin ich zum einen produktiver und zum anderen sozial besser eingebunden.

Ich achte weiter mit Argusaugen auf meinen Schlaf und habe mir jetzt erstmal für die kommende Woche eine halbe Tablette mehr verordnet. Gestern hat das gut geholfen, auf 5mg hochzugehen. Die Alternative wäre gewesen, mich für heute krank zu melden. Das hatte ich aber schon letzte Woche, weil ich da nicht ans Hochdosieren gedacht hatte.

Morgen kann ich leider auch nicht ausschlafen, ich habe um 12 Uhr einen Termin beim Endokrinologen und um 15 Uhr ein Gespräch mit meinem Genesungsbegleiter. Damit ist der Tag für mich auch voll.
Danach habe ich Freitag/Samstag ein Modul und muss um halb acht aufstehen. Erst am Sonntag kann ich wieder etwas verschnaufen. Ausschlafen und einen ruhigen Tag machen.

In der kommenden Woche muss ich mich dann um meine Abschlusspräsentation kümmern. Eine Reflexion über das vergangene Jahr, die zehn Minuten dauern soll. Ich bin sehr dankbar um diese Aufgabe, auch wenn ich mir diese Gedanken ohnehin schon machte.

Tja, und Anfang August gehts dann los mit einem neuen Lebensabschnitt.
Ich denke, ich werde mich um eine ambulante medizinische Reha kümmern. Es ist endlich mal an der Zeit, den alten Mist aufzuarbeiten. Ob da eine Psychotherapie ausreicht, wage ich zu bezweifeln, weil meine letzte Therapie mir so in Erinnerung ist, dass meistens alltägliche Probleme im Vordergrund standen. Die natürlich stimmungsabhängig aufgrund der Depression, die ich hatte.

Ich muss mir einen neuen Wochenplan zusammenbasteln:
Montags gehe ich wieder zum Chanten, darauf freue ich mich schon.
Dienstags gehe ich weiter zur Genesungsgruppe.
Mittwoch kann ich es wieder mit dem Tango versuchen.
Donnerstag lasse ich frei zum Ausschlafen und für den Hausputz.
Freitag? Ich war immer noch nicht im Offenen Atelier in der Begegnungsstätte. Ich möchte das Angebot dort mit dem Atelier gegenüber vergleichen. Es ist ja immerhin kostenlos, das macht schon einen Unterschied.
Samstag kann ich wieder zum Stammtisch gehen, einmal im Monat.
Sonntag bleibt Ruhetag.
Und siehe da: Keine Zeit zum Arbeiten.

Hierdurch habe ich fast jeden Tag einen Grund, vor die Tür zu gehen - auf der anderen Seite aber auch sehr viel mehr Leerlauf und damit die Möglichkeit, wieder mit dem Schreiben anzufangen.

Muss ich erwähnen, dass auch meine Stimmung wieder gehoben ist?

4 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Hotte 19.07.2017 21:42
18
Juli
2017

Wieder kein Auge zugetan

Es ist echt schwierig zur Zeit. Vor drei Wochen war ich noch am totalen Tiefpunkt, jetzt habe ich endlich etwas Antrieb und nun kratze ich schon wieder an der Hypomanie. So kommt es mir jedenfalls vor.
Da ich diese Nacht bisher gar nicht schlafen kann und es somit sehr mau ausfallen wird, muss ich für morgen/heute abend wieder auf 3,75mg hochgehen. Mittwoch will ich fit sein.

Mittlerweile zweifle ich auch wieder am Vorhaben, auf Lithium zu wechseln. Es scheint mir einfach zu heftig angesichts der Tatsache, dass ich mit so wenig NL auskomme und auch meine Manien waren nie so extrem, wie sie bei anderen ausfallen können. Ich wurde vergleichsweise früh erwischt, wie mir die Lektüre von Die Welt im Rücken sehr deutlich vor Augen geführt hat. Thomas Melle ist nicht nur monate- sondern jahrelang unbehandelt rumgetingelt und hat sich finanziell wie sozial völlig ruiniert.
Ich dagegen habe sehr schnell ein so sehr zerfahrenes Denken gehabt, dass ich überhaupt nicht mehr handlungsfähig war und daher zwangseingewiesen werden durfte. Das letzte Jahr hat mir gezeigt, wie nah ich an der Grenze war und wie schnell Dinge passieren können, die man später bitter bereut. Hypomanien und Depressionen hatte ich vor 2012 auch immer wieder, nur dass sich daran kaum jemand gestört hat. Ich war halt so, meine Phasen gehörten zu mir, und fertig. Jetzt wird das vielleicht anders. Das macht mir Angst.
Melle schreibt auch davon, dass die Medizierung auf seine Texte Einfluss nimmt. Mir ist bisher nur aufgefallen, dass ich anhand meines Blogs sehr deutlich erkennen kann, wann ich hypoman war, wann manisch und wann bereits psychotisch. Und die psychotischen Texte sind wirklich Schrott. Die manischen sind gerade so an der Grenze, dass man sie noch lustig finden kann, wenn man dazu in der Stimmung ist.

Ich werde mit meiner Ärztin nochmal über den geplanten Mediwechsel sprechen und vielleicht macht auch eine andere Phasenprophylaxe Sinn. Es ist ja nicht so, dass ich wirklich suizidgefährdet bin. Ich mache mir zwar dann und wann Gedanken darüber, aber das bedeutet einfach nur, dass ich mein Leben gravierend ändern will.
Und dieses Mal war es einfach der Unmut über das Olanzapin: Dieses dämliche Gefühl der Sediertheit, Trägheit und Bocklosigkeit nebst Fressdrang und mein Eindruck, dass ich derart viel schlafe, dass ich dadurch dauernd depressiv verstimmt bin.

Auch muss ich wirklich mal dringend Vergangenes aufarbeiten, vor allem meine Traumata. Da habe ich nicht das Gefühl, dass eine Psychotherapie noch reichen kann... ich denke über eine Kur bzw. medizinische Reha nach. Wurde mir ja bereits 2013 empfohlen vom Psychologen bei der Agentur für Arbeit, als damals meine berufliche Reha abgelehnt wurde.

2 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Hotte 18.07.2017 05:18
15
Juli
2017

Neue Medikamentendosis

Ich nehme jetzt seid zwei Wochen die kleinere Dosis. Ich hab die Stressige Woche gut überstanden und fühle mich relativ normal. Heute geht es mir nicht so gut bin relativ faul. Aber nach der stressigen Woche sei mit das vergönnt. Ich denke die Medikamente helfen noch relativ gut. Also psychotisches Erleben ist nicht mehr aufgetreten. Keine Wahnhaften Gedanken. An den Ex hab ich die ganze Woche nicht gedacht. Das ist auch gut so. Meine Tochter ist diese Woche auf Jugenherberge gefahren ich vermisse sie schrecklich und fühle mich einsam.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Joan 15.07.2017 16:21
14
Juli
2017

Kampf gegen die Depression

Hallo ihr Lieben,

der Besuch bei meiner Ärztin hat mir sehr viel Erleichterung verschafft. Sie ist zwar jetzt erstmal zwei Wochen in Urlaub, aber im August gehen wir das Projekt Lithium-Einstellung an. Mein nächster Termin ist am 2.8. zur Blutentnahme.

Wenn ich weiß, welchen Zeitraum ich aushalten muss, ist es für mich relativ einfach, auch schwere Zeiten zu überbrücken. Sobald ich gemerkt habe "ich bin depressiv", weiß ich, was ich tun muss, um da wieder rauszukommen.
Ich darf nicht so lange schlafen und muss früh aufstehen, auch wenn mir der Tag so lang vorkommt. Damit ich den Tag gut überstehe, muss ich mir etwas vorgenommen haben - am besten eine Verabredung, die ich erst absagen müsste (weil ich extrem ungerne etwas absage). Ich kann, wenn ich es alleine nicht gut aushalten kann, auch eine Begegnungsstätte aufsuchen... aber da interessiert es auch niemanden, wenn ich einfach liegen bleibe. Weiterhin kann ich mich (noch) auch an die Integrierte Versorgung wenden. Da der Vertrag im August ausläuft, muss ich meine Ärztin um Verlängerung bitten.
Auf jeden Fall ist es wichtig, unter Leute zu gehen. Wenn ich alleine bin, verwahrlose ich. Es interessiert ja keinen, ob ich geduscht habe, ob ich mir etwas angezogen habe, ... Deshalb brauche ich Termine außer Haus.

Diese und nächste Woche bin ich gut versorgt, da ich noch Module meiner EX-IN-Ausbildung habe. Da ist Freitag und Samstag den ganzen Tag Programm. Den Sonntag brauche ich vermutlich zum Ausruhen, könnte aber auch nachmittags zum Treff gehen. Solange es nur ein einzelner Tag ist, finde ich es allerdings nicht so schlimm, zu Hause zu schlumpfen und den ganzen Tag im Schlafanzug zu bleiben. Gut ist, dass ich jetzt im Rahmen meiner Ausbildung auch wieder eine Aufgabe bekommen habe (Abschlusspräsentation vorbereiten). Damit kann ich mich zu Hause beschäftigen.
Montags und Mittwochs gehe ich zum Praktikum, Dienstags zur Genesungsgruppe. Am Donnerstag muss ich zum Endokrinologen und habe ein Gespräch mit meinem Genesungsbegleiter vereinbart. Darauf die Woche will ich noch füllen, weil Donnerstag bis Sonntag zu viele leere Tage nacheinander sind. Vielleicht gehe ich tatsächlich noch einmal zur Begegnungsstätte, vor allem das Programm am Freitag reizte mich.

Vorgestern habe ich von meinen Vitamin D-Kapseln eine genommen, heute bin ich früh aufgestanden und war in Kontakt und fühle mich (abgesehen von Kopfschmerzen) schon viel besser. Ich hatte das so in Erinnerung gehabt, dass ich das Dekristol nur von Oktober bis Mai nehmen sollte, aber wenn ich so überlege, kann das sogar die Ursache für mein Tief gewesen sein. Im August wird auch der Vitamin D-Spiegel gemessen.

Ich habe wirklich große Hoffnung, dass das Lithium mir helfen kann gegen die manischen und depressiven Episoden, ohne dieses NL-Zombie-Gefühl zu verursachen.

Jetzt kommentieren Kategorie: Gesundheit (öffentlich) Autor: Hotte 14.07.2017 20:00
14
Juli
2017

Dies und das

Momentan mag ich mich mal wieder nicht.
Ich schaffe es nicht, mit meinem Leben klar zu kommen. Inzwischen läßt die Krankheit mir auch mal wieder Spiel, mich mit etwas zu beschäftigen. Und ich kann mich mit nichts beschäftigen. Es ist, als hätte alles seinen Reiz verloren. Ich kann nicht mal mehr lesen, weil es " zu alleine " mit mir ist.
Ich glaube, ich fühle mich einfach einsam, es ist zum Kotzen.
Vielleicht ist es auch so schlimm, weil ich keinen Nebenjob mehr habe. Eventuell habe ich etwas Neues in Aussicht, ich habe mich hier in einem Kino beworben. Das wäre eine Tätigkeit, die ich durchaus auch an kranken Tagen hinbekommen würde.
Und ich hätte wieder eine Aufgabe und etwas mehr Gesellschaft und Aktivität.
Ich schaffe es so schlecht, mich in neue Gruppen einzubringen und neue, richtige Freunde zu finden.
Es gibt hier so wenig kostenloses.
Zumindestens versuche ich jetzt, einen neuen Schizophrenie-Stammtisch ins Leben zu rufen und habe mich ehrenamtlich beim roten Kreuz beworben.
Vielleicht bringt mir das ja etwas Abwechslung und ein paar gute Gespräche und nette Sozialkontakte.
Alles, was ich sonst habe ist meine Schwester, was ich sehr, sehr schätze, eine Freundin, mit der ich den meisten Kontakt per Telefon habe, da sie etwas entfernt wohnt, das Training, wenn es mir gut genug geht und ein Betroffenen-Cafe, in dem ich leider keine Kontakte knüpfen kann, keine näheren zumindestens, weil dort zufällig kein Mensch ist, mit dem es etwas "schnackelt" und ich die selben Interessen habe.
eine sehr nette Frau ist dort, mit der ich schon tolle Gespräche hatte, aber ihr Krankheitsbild ist einfach zu schwer, häufig kann sie dort nur sitzen und ein bisschen in der Gegend herumschauen. Schade, wenn wir gesprochen haben, war es immer toll.
Vielleicht geht es mir auch so besonders schlecht gerade, weil meine Schwester im Urlaub ist. Eigentlich ist sie mein täglicher Kontakt, daran hänge ich sehr. Jetzt fühlt es sich an, als müßte ich ganz alleine zurechtkommen. Schon irre, wie man sich an die Nähe eines Menschen gewöhnen kann. Ich gehe ja oft auch abends zu ihr und esse mit ihr zusammen und dann quatschen wir.
Ich bin ihr sehr dankbar, sie fängt mich richtig auf. Die Abwesenheit der Person wird einem dann noch stärker bewußt.
Ach herrje, meine blöde Herumjaulerei. Das Problem ist, das ich ungerne mit mir alleine bin. Auch in gesunden Zeiten habe ich eigentlich nur sehr wenig alleine gemacht und habe die Nähe zu Menschen immer sehr genossen. Ich kannte auch immer x Leute. Tja, das ist jetzt anders.
Schon komisch, das man , z.B. in meinem Betroffenen-Cafe, den Tag mit zig Menschen verbringt, und sich trotzdem total alleine fühlt. Ein paar Parameter müssen halt schon zusammen kommen, damit da mehr draus werden kann.

Tut mir leid, das ich jetzt euch zugeschnackt habe, aber das hat gut getan.
Ich setze jetzt meine ganze Hoffnung in einen neuen Job und in das rote Kreuz, vielleicht lerne ich dort ja Menschen kennen. Und vielleicht höre ich auch auf, so jaulig zu sein, wenn meine Schwester wieder kommt, was allerdings noch eine Woche dauert.
Vielleicht bekomme ich ja auch den neuen Stammtisch zusammen, bisher hat sich erst einer gemeldet, aber die Anzeige ist ja auch erst ein paar Tage draußen.
Und meine neue Psychotherapie beginnt ja auch bald, vielleicht können die mich etwas aufbauen und mir beibringen, die Zeit mir mir alleine etwas mehr zu genießen.

Einen schönen Abend euch noch.

5 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: lutreola 14.07.2017 19:04
13
Juli
2017

Wohnung

Zur Zeit wohne ich in einer Einraumwohnung mit 27 m2, für die ich 308 Euro warm bezahle. Allerdings in Wismar. Ich bin nicht zufrieden hier. Es ist so langweilig. Ich wohne am Rande der Stadt, wo nichts los ist. Und in die Innenstadt müsste ich mit dem Bus fahren, der ein oder zweimal in der Stunde fährt. Außerdem, und das ist das gravierende Problem, wohne ich hier so dicht bei meiner Mutter. Sie macht immer Andeutungen dahingehend, dass ich sie später mal pflegen soll. Das wird zwar erst in frühestens zehn Jahren der Fall sein, aber ich mache mir jetzt schon Gedanken.
Ich kann mich kaum um mich selber kümmern. Ich bräuchte auch Pflege, jetzt schon. In Richtung Hauswirtschaft vor allem. Bisher erledigt das meine Mutter. Was ist, wenn sie das nicht mehr kann? Jedenfalls kann ich sie schon gar nicht pflegen mit allem, was dazu gehört. Sie ist aber der Meinung, ich mache das später. Nicht, ich "könnte" oder "sollte", sondern als Feststellung. Nach dem Motto, sie bekommt dann das von ihren Kindern zurück, was sie ihnen getan hat. Aber dazu gehört mindestens die Fähigkeit, es zurück geben zu können. Mal abgesehen davon, dass man durchaus nicht dieser Meinung sein muss. Was kann ich jetzt dafür, dass ich nicht in der Lage bin, sie zu pflegen? Was kann ich dafür, dass sie einen schizophrenen Mann geheiratet hat, dessen Nachkomme ich bin?
Aus diesen Gründen suche ich gerade eine Wohnung in Rostock. Das ist jedoch nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe. Es gibt eine Vielzahl an Bewerbern für die Wohnungen. Ich habe mich beim Sozialamt erkundigt, welche Wohnungsgröße bezahlt wird. Es werden bis zu 45 m2 und 390 Euro warm bezahlt. Ich denke also auch daran, mich wohntechnisch zu verbessern, selbst wenn es einige Zeit dauert, bis ich eine Wohnung gefunden habe, die mir passt. Bis jetzt hatte ich zwei Besichtigungen. Mal sehen, wie viele es werden.

3 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Henri 13.07.2017 18:06
12
Juli
2017

'Schlaftherapie' Review 1

So - jetzt ist es 7x schlafen her, dass ich meine Schlaftherapie gestartet habe.

Zeit für eine Review.

Meine Vorgabe war, dass ich nicht vor 24:00 Uhr schlafen gehe und mit Wecker immer um 6:30 Uhr aufstehe.

Und das Ziel ist, durch diese verkürzte Bettliegezeit den Schlaf, den ich üblicherweise mit mehren Unterbrechungen habe trotzdem zu erhalten - mit weniger Wachphasen dazwischen.

Was soll ich sagen? Die Tage sind jetzt so irre lang! Und es fällt mir sehr schwer morgens um 6:30 Uhr wach zu bleiben - gerade weil die letzen Schlafphasen immer die intensivsten und Besten sind (Warum eigentlich? Ist das Gesetz?)

Aber ich hab das durchgezogen. Und ich tickerte jede Nacht nach dem Aufwachen meine Zeit ins Handy. Tatsächlich bin ich zweimal nach dem ersten Einschlafen sogar erst nach 5 h wieder aufgewacht. DAS verbuche ich als Erfolg. So war ich auch schon versucht meine Bettliegezeit auf 7,5 h zu erhöhen. Den Gedanken habe ich aber wieder verworfen, ich denke dafür waren die Erfolge noch zu dünne und es braucht noch mehr Zeit.

Übrigens habe ich mich in der letzten Woche nach jedem Aufwachen kalt geduscht, und bin dann auch nach c.a. 20 min immer wieder eingeschlafen. Diese kalte Dusche ist mein Rezept das mir hilft wieder zu schlafen - ohne bleibe ich erstmal lange wach liegen bevor ich wieder schlafe.

Mal sehen ob es in der nächsten Zeit noch weitere Veränderungen gibt. Aber ich glaub ehrlich gesagt nicht daran, dass ich dahin komme mehr als 5h durchzuschlafen - die Zeiten sind irgendwie vorbei.

Im Zusammenhang sei auch noch gesagt, dass ich sonst mein Leben lang immer so meine 8-9 Stunden Schlaf hatte. Vielleicht ändert sich das jetzt einfach mit dem Wechsel.

1 Kommentar Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Freia 12.07.2017 22:16
12
Juli
2017

Der Seebär - eine neue Illustration



Unsre neue Hausaufgabe im Illustrationskurs handelte von GesichtsProportionen. Ich habe einen Seemann gemacht 😊 wie findet ihr ihn?

6 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Mi Ri 12.07.2017 21:36
12
Juli
2017

Schlaflos trotz NL

Heute mal was Neues: Ich kann nicht schlafen. Und das, obwohl ich wirklich alles dafür getan habe.
Mich plagen depressive Gedanken und unschöne Erinnerungen. Ich habe schon in mein Tagebuch (aus Papier) geschrieben und 2x binaurale Klänge gehört.

Mein Praktikum für morgen bzw. heute werde ich absagen. Dazu ist es allerhöchste Eisenbahn. Besser wäre wohl gewesen, wenn ich mich schon vor zwei Wochen hätte krankschreiben lassen. Aber ich konnte einfach nicht, weil ich es nicht zur Notfallsprechstunde geschafft habe. Zweimal habe ich es versucht, letzte und vorletzte Woche Freitag.

Morgen nachmittag habe ich dann endlich den Termin bei meiner Ärztin und ich habe schon eine lange Liste an Beschwerden.

Am auffälligsten und unangenehmsten ist mir, dass ich mir angewöhnt habe, zu meiner Entlastung bestimmte Sätze zu sagen:
- Ich will nach Hause
- Ich krieg zu viel
- Es tut mir leid
- Ich möchte das nicht
- Ich kann nicht mehr
Diese Marotte hat sich wohl aus Flashbacks entwickelt. Eine heftige Erinnerung hat mich mitsamt aller dazugehöriger Gefühle gepackt und so ein Satz hat mir dann in die Realität zurück geholfen. Das hat vor mehr als zwei Jahren angefangen. Mittlerweile passiert mir das auch in der Öffentlichkeit, dass ich vor mich hinrede und es kaum noch mitbekomme. Es sind inzwischen meist ganz alltägliche Eindrücke, die ich reflektiere und dann kommen diese Sätze. Nach wie vor kommen auch traumatische Erinnerungen hoch.

Sobald es terminlich reinpasst werde ich mich aktiv auf die Suche nach einem Psychotherapeuten machen. Das einzige was ich nach der Ausbildung noch vorziehen würde ist die Medikamentenumstellung auf Lithium, aber das geht vielleicht auch parallel.

In der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass ich immer noch extrem viel schlafe und entweder im Bett oder vorm Fernseher liege, wenn ich keinen Termin außer Haus habe.
Mein Essverhalten ist auch schleichend richtig schlimm geworden: Ich esse kaum noch was anderes als Schokolade.
Da muss sich dringend was dran ändern.

4 Kommentare Kategorie: Gesundheit (öffentlich) Autor: Hotte 12.07.2017 04:51
11
Juli
2017

Entscheidungen im Tiefenbewusstsein verankern

Unser Thema zur Zeit ist es, im Alltag kleine Entscheidungen zu fällen, und diese Konsequent umzusetzen. Ich ( Hump ), verfolge dieses Ziel um dieses Verhaltensmuster im Tiefenbewusstsein zu verankern.
Leider geschieht es viel zu oft, dass ich in Handlungen von einem destruktiven Verhaltensmuster behindert oder gestört werde. Auf diese weise hoffe ich, bessere Kontrolle über die instinktiven, destruktiven Verhaltensmuster zu erlangen.
Zum Beispiel ziehe ich manchmal beim Zigaretten-rauchen Hustenreiz. Leider kann ich dieses Verhalten ( zug ) viel Zuwenig kontrollieren. Das Thema bewusste Entscheidungen treffen, soll mir daher helfen, bessere Kontrolle über instinktive Handlungen zu gewähren.
Liebe Grüsse,
Ste und Hump

1 Kommentar Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Ste und Humpel 11.07.2017 20:58
10
Juli
2017

Arbeit nervt

Es ist Montag:( Der Alltag hat mich wieder. Ich muss zur Zeit die Urlaubsvertretung machen. Und hab wirklich viel zu tun. Es stresst mich und ich hab wenig Motivation. Bin immer froh wenn ich zu Hause bin. Aber da wartet dann die Hausarbeit auf mich. Die ich immer schleifen lasse. :/

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Joan 10.07.2017 11:14
08
Juli
2017

Es steht einfach nicht gut um mich

Alle lesen gerne Erfolgsgeschichten, aber die habe ich nicht zu bieten. Wenn ich z.B auf mein Profil schaue, dann habe ich bei Hobbies schon fahrradfahren gestrichen und mit lesen und kochen ist es auch nicht mehr weit her. Alle meine Tätigkeiten sind sporadisch, fast schon verschwindend in einem Ozean der Untätigkeit. Von selber sitze ich am liebsten herum und lasse die Geräuschkulisse auf mich einwirken. Das ist so eine Art Leerlauf des Geistes, wo ich damit beschäftigt bin ähnlich sinnloses Gerede zu produzieren wie die Stimmen, die ich früher gehört habe. Und wenn ich eine Arbeit gezwungernermaße tun muss, dann ist das eine freudlose Angelegenheit, die ich so bald wie möglich hinter mich bringen will, um danach erst einmal völlig leer irgendwo zu sitzen oder mich gleich hinzulegen.

Ich bin bei all dem noch nicht einmal traurig oder wütend, ich glaube, weil das Gemütszustände sind, die einen gewissen Energiebedarf haben. Ich dagenen bin einfach nur grenzenlos erschöpft. Was hilft es da schon zu wissen, dass man nicht allein damit in der Welt steht. Ich habe gerade ein Telefongespräch mit der Bekannten gehabt, von der ich schon befürchtet hatte, sie habe sich umgebracht. Da ist es sogar noch schlimmer. Sie meint, dass sie schon gar nicht mehr vor Mittag aus dem Bett geht, einfach, weil es nichts gibt, auf was sie sich am Tag freuen würde. "Wozu aufstehen, wenn ich doch nur den Tag mit rauchen verbringe?" meinte sie. Also es geht durchaus noch übler. Aber ich erwische mich schon auch am Abend, wenn Danuta meine Eltern zu Bett gebracht hat, wie ich aus lauter nicht wissen, womit ich mich noch beschäftigen könnte auch schon mitten in der Helligkeit ins Bett gehe und noch stundenlang auf den Schlaf warte.

Ich klage mein Leid ja jetzt schon eine geraume Zeit. Ich habe so manchen Tip bekommen, was zu tun sei. Ich nehme Vitamin B Pillen und Magnesiumkapseln, ich versuche kleine Schritte in eine bessere Richtung zu nehmen, mir nicht zu viel vorzunehmen, aber alles bleibt Stückwerk. Ich breche immer wieder ab. Was man auch macht, man benötigt Ausdauer und auch ein wenig Begeisterung für das was man tut. Beides geht mir vollkommen ab.

Lasst euch nicht von mir runterziehen, aber das musst mal wieder raus.

Schönes Wochenende noch, euer Karl

26 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Sartorius77 08.07.2017 13:42
07
Juli
2017

Wochenfazit

Die Reduktion hab ich ganz gut überstanden. Vermutlich ohne psychotisches Erleben. Bis auf einmal da hat eine Junge Frau mit gewunken. Keine Ahnung ob sie das wirklich gemacht hat oder ich es mir eingebildet habe. Aber nix weltbewegendes. Aber ich bleibe achtsam. Ängste Haben nach dem furchtbaren Wochenende auch nicht mehr stattgefunden. Alles gut soweit. Freue mich auf das Wochenende. Wohl verdient.:D

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Joan 07.07.2017 18:23
06
Juli
2017

Unruhiger Schlaf

Ich hatte schon gelesen dass sich die Medikamente auf den Schlaf auswirken können. Jetzt eine gute Woche nach der Reduktion schlafe ich sehr schlecht. Schrecke nachts hoch mit dem Gefühl verschlafen zu haben. Und kann dann sehr schlecht wieder einschlafen. Ich hoffe das gibt sich wieder. Kann auch an dem Stress auf Arbeit liegen. Keine Ahnung. Jedenfalls bin ich platt und freie mich schon heute sehr aufs Wochenende.

3 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Joan 06.07.2017 06:36
05
Juli
2017

Illustrationskurs dritte Hausaufgabe




Die dritte Aufgabe lautete : bei Sonnenuntergang treffen wir uns unter den Bäumen. . .

Bei mir treffen sich Elch und Wolf 😀

Bin gespannt auf eure Rückmeldung.

5 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Mi Ri 05.07.2017 13:37
05
Juli
2017

Leben als Schizophrene

Hallo, ich hab jetzt beschlossen meine Befindlichkeiten zu bloggen.
Zu mir, ich hatte 2015 meine Psychose und war 3 Monate außer Gefecht gesetzt. Seid nun gut zwei Jahren bin ich auf Zyprexa eingestellt. Bisher bei 10 mg. Letzte Woche hat mein Arzt die Medikamente runter gestuft auf nun 7.5 mg. Ich schlafe etwas schlechter und wache früh auf. Auch erholsam ist der Schlaf nicht. Ich hatte Angstzustände und war nah am Wasser gebaut. Aber das hat sich nun gegeben. Es geht mir wieder relativ gut. Ich hoffe das es so bleibt. Mein Ziel wäre schon das Medikament komplett abzusetzen und endlich wieder "normal" zu sein. psychotisches Erleben hatte ich nicht mehr. Nur eine Exmann Bessenheit. Aber die liegt wohl noch im normalen. Die Scheidung ist jetzt gut vier Wochen her. Und ich kann meinen Frieden damit machen.

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Joan 05.07.2017 12:58
05
Juli
2017

Leben als Schizophrene

Hallo, ich hab jetzt beschlossen meine Befindlichkeiten zu bloggen.
Zu mir, ich hatte 2015 meine Psychose und war 3 Monate außer Gefecht gesetzt. Seid nun gut zwei Jahren bin ich auf Zyprexa eingestellt. Bisher bei 10 mg. Letzte Woche hat mein Arzt die Medikamente runter gestuft auf nun 7.5 mg. Ich schlafe etwas schlechter und wache früh auf. Auch erholsam ist der Schlaf nicht. Ich hatte Angstzustände und war nah am Wasser gebaut. Aber das hat sich nun gegeben. Es geht mir wieder relativ gut. Ich hoffe das es so bleibt. Mein Ziel wäre schon das Medikament komplett abzusetzen und endlich wieder "normal" zu sein. psychotisches Erleben hatte ich nicht mehr. Nur eine Exmann Bessenheit. Aber die liegt wohl noch im normalen. Die Scheidung ist jetzt gut vier Wochen her. Und ich kann meinen Frieden damit machen.

2 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Joan 05.07.2017 12:57
04
Juli
2017

Schlaftherapie

Versuche jetzt eine Art Schlaftherapie.

Fakt ist ja dass ich seit Monaten JEDE NACHT, nach dem ersten Einschlafen so nach 1- oder 2h das erste mal wieder aufwache - und dann kann ich nicht wieder einschlafen, es sei denn ich dusche kalt - und dann wache ich nach dem nächsten Schlafzyclus erneut wieder auf... usw.

Meine Therapie beihaltet nun, dass ich mir vornehme, täglich zur gleichen Zeit aufzustehen (6:30Uhr) und ebenfalls täglich zur selben Stunde schlafen zu gehen. Da ich in der Regel summa summarum 6h schlafe, rechne ich mir 6h insgesamt plus 30min Einschlafenszeiten, so dass ich um 24Uhr zu Bett gehe.
Auf diese Art will ich die Liegezeit im Bett reduzieren und gucken, dass ich einen festen Rhythmus etabliere.

Natürlich habe ich von dieser 'Therapie' im Netz gelesen - man soll dann im nächsten Schritt seine Schlafenszeiten verlängern, wenn alles klappt - so dass man wieder auf das gesunde Maß kommt das man ehemals hatte.

Habe ich das jetzt einigermaßen anschaulich erklären können?

Werde dann mal berichten, wie es mir ergangen ist. Klappt bestimmt wieder nicht - aber das darf ich ja nicht im Vorfeld schon unken, sonst erinnert mich meine gute Freundin garantiert wieder an die 'sich selbst erfüllende Prophezeiung'.

Wünsche allen eine gute Nacht!

10 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autorin: Freia 04.07.2017 22:32
03
Juli
2017

Isch der Du

Heute ear wieder , ist wieder so eine Nacht, kann nicht schlafen.
Habe wieder alte Probleme eroertert
immer die gleichen Begebenheiten und von mir die gleichen Antworten
Was soll ich auch anderes sagen , kann nur so argumentieren wie ich dei Sachen erlebt und erfahren habe.
Denke ich besorge mir eine 180er Nummer dann habe ich Ruhe

Jetzt kommentieren Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Simplizisimus 03.07.2017 02:52
30
Juni
2017

Tip um telepathische Stimmen zu unterdrücken!

ich habe ja noch nie stimmen akustisch gehört,wo ich auch froh drüber bin,da ich mir vorstellen kann,diese noch schwerer als nichtreal wahrzunehmen.
ich habe wie wie mehrere hier stimmen auf thelepathische weise.
in letzter zeit habe ich diese sehr gut im griff.zum einen durch meine medis und zum anderen weil ich gelernt habe dies zu unterbinden.das ist mir diese woche wieder besonders aufgefallen.
wie es bei mir funtioniert will ich euch sagen.vielleicht hilft es euch ja auch.

immer wenn die stimme mit irgend nem scheiß anfängt,stimme ich im kopf einen ohrwurm an.egal wie bescheuert er auch ist.am besten funktioniert es wenn man seinen eigenen spontanen text dazu dichtet und sich somit drauf konzentrieren muss.man ist dann zwar selten bei der sache,aber mit den stimmen im dialog ist es ja auch nicht besser.übt und probiert es mal.bei mir klappt es inzwischen sehr gut.viel erfolg.

gruß
danilo

4 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: DaSchizoo 30.06.2017 23:06
29
Juni
2017

Depressionen

Meine Meinung bezüglich des Arbeitens im Krankenhaus habe ich geändert. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und finde es ganz vorteilhaft, nichts vorbereiten zu müssen. Es ist auch ganz angenehm, im Hier und Jetzt zu sein. Und wenn ich zu Hause bin, habe ich Freizeit und muss nicht über die Arbeit nachdenken - obwohl ich manchmal Gedanken über Patienten habe oder bestimmte Situationen reflektiere.

Zur Zeit geht es mir stimmungsmäßig ziemlich mies. Auf unserer Skala wäre es eine -4, also nicht der allertiefste Tiefpunkt. Es geht mir fast so schlecht wie letztes Jahr im Sommer. Nur dieses Mal werde ich nicht mit Schlafentzug darauf reagieren, sonst lande ich sofort wieder manisch/psychotisch in der Klinik.

Tatsächlich hatte ich mir schon vorgenommen, im August in die Klinik zu gehen und mich dort auf Lithium einstellen zu lassen. Jetzt, weil es mir akut schlecht geht, bin ich sehr ungeduldig und würde am liebsten sofort damit anfangen.

Es ist für mich schwierig, vorauszusehen, wie lange die Depressionen anhalten werden. Wenn ich jetzt wüsste, das sind nur drei Wochen, dann würde ich es leichter überstehen können als diese unbestimmte Dauer.

Letztes Jahr hat mir eine Ergotherapeutin gesagt, meine Probleme wären alle stimmungsabhängig. Tatsächlich ist es ja so, dass ich in der Depression über dies und das klage, weil ich nur Probleme über Probleme sehe und in der Manie läuft angeblich alles bestens. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, aber ehrlich gesagt kann ich mich überhaupt nicht daran erinnern, mal nicht manisch oder depressiv gewesen zu sein. Ich weiß nicht, wie es sein wird, in der Mitte zu sein, stabil zu sein.

Heute werde ich mich überwinden und endlich mal die Tagesstätte aufsuchen, die ich schon zweimal besichtigt habe. Ich mag einfach zur Zeit nicht alleine sein mit meinen Gedanken. Da tut mir Ablenkung und Beschäftigung ganz gut.

7 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Hotte 29.06.2017 13:58
28
Juni
2017

Überlegungen

Die Diagnostikphase der Reha neigt sich dem Ende zu.
Und was soll ich sagen? Es ist wirklich angenehm.
Als ob ich meine dreieinhalb Jahre in meiner alten Heimatstadt gelassen hätte.
Mein Schlafrhythmus geht von 10.30 bis 6.30. Ich bin konzentriert und belastbar.
Das Stresslevel hier ist angenehm niedrig, aber immerhin soviel vorhanden, dass ich nicht den halben Tag im Bett verbringe (bzw. dort drin verbringen könnte ohne Konsequenzen).
Der größte Pluspunkt: Die stille. Und die Ruhe. Ein Zimmer für mich alleine.

Und dennoch. Ich bin am überlegen. Im Grunde ist die Reha das, was ich vor ein, zwei, wenn nicht sogar drei Jahren gebraucht hätte. Ich fürchte, es wird mir hier nichts neues mehr gegeben, außer das ich wirklich einmal tief durchatmen kann. Ich habe festgestellt, dass es die Herangehensweise an meine Probleme, so wie ich sie mir vorgestellt hatte, nicht geben wird. Eine mit vielen therapeutischen Gesprächen.
Es ist nun eine Selbstheilung draus geworden. Ich bin ein neuer Mensch. Und das habe ich größtenteils mir selbst zu verdanken.

Was überlege ich?
Ob ich es wagen sollte, diesen Herbst schon das Studium zu beginnen. Es spräche dafür, dass:
- Ich eine Wohnung beziehen könnte, in guter Lage, welche nächstes Jahr wahrscheinlich nicht mehr verfügbar wäre. Dort hätte ich ebenfalls meine Ruhe.

-Ich würde ein ganzes Jahr gewinnen. Ein Jahr mag einigen im Vergleich wenig erscheinen. Aber für mich ist es mittlerweile eine ganze Menge. Ich habe gefühlt meine ganzen zwanziger mit psychischen Krankheiten vertan. Auch wenn ich nun gestärkt draus hervorgehe, es fühlt sich wie dahingerafft an.

-Ein normalisiertes Leben haben kann. Ich habe nichts gegen die anderen Mitpatienten oder Therapeuten. Im Gegenteil, ich mag sie. Aber ich würde gerne wieder in ein Umfeld, wo Menschen andere Gesprächsthemen, andere Ziele und mitunter nicht diese 'Special Effects' haben, die manche hier leider noch ab und zu an den Tag legen...(Sinnlos Tische und Stühle verrücken, weil es einen besonderen Hintergrund hat). Ich hoffe ihr versteht. Ich möchte Normalität zurück. Her mit den neuen Sachen.

- Ich fühle mich ein bisschen fehl am Platz und oft unterfordert. Auch im Vergleich zu meinen Mitpatienten.

- Die positiven Schwingungen die ich momentan habe mit ins Studium nehmen.

Andererseits könnte ich es natürlich auch ruhig angehen lassen. Auf Nummer sicher gehen. Es wird mir hier nicht schlecht gehen. Genügend Unterstützung hätte ich auch beim Umzug nächstes Jahr. Ich könnte mich hier 'fein schleifen' lassen. In Ruhe auf mein Studium vorbereiten. Eventuell den Schulstoff nochmal durchgehen. Meine Krankheit und alles was mir passiert ist Revue passieren lassen.

Was kann mir hier sonst noch geboten werden?
Konstanz, Stabilität und Methoden
gegen Stress, die Angst, die Psychosen
Ansonsten das übliche: Gartentherapie, Arbeitstherapie, Gruppenangebote. Stressbewältigungstraining, Angstbewältigungstraining, Psychoedukation

Ein Rückschritt in ein psychotisches Erleben scheint mir dennoch so oder so fast ausgeschlossen. Ich kann sagen: Ich bin durch damit.

Da wollte ich einmal bei euch nachfragen. Wie würdet ihr das sehen? Was sind eure Erfahrungen?
Momentan bin ich noch auf dem Stand, dass ich ein Jahr bleiben werde. Aber ich fürchte, es wird mir nach ein paar Monaten bald zu wenig sein... Vielleicht wäre ich ambulant mit einer eigenen Wohnung und dem Studium besser dran?!

Liebe Grüße und allen einen schönen Mittwoch
Rebus

1 Kommentar Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Rebus 28.06.2017 15:21
27
Juni
2017

Dies und jenes

Meine vermisste Bekannte, von der ich schon glaubte sie sei vielleicht tot, hat sich nun doch gemeldetet: sie war tatsächlich ein paar Monate in der Psychiatrie. Bisher bipolar diagnostiziert, ist sie nur als schizoaffektiv eingestuft, weil sie bei diesem Schub Stimmen in Geräuschen wahrgenommen hat. Jedenfalls haben sie sie ganz gut hinbekommen, denn man konnte sich wieder ganz normal mit ihr unterhalten. Allerdings lebt sie jetzt erneut allein in ihrer Wohnung arbeits- und perspektivlos. wie sie selbst es ausdrückt und viele Bekannte hat sie auch nicht mehr in München. Das ist natürlich ein idealer Nährboden für einen erneuten Ausbruch der Krankheit. Na, ich weiß auch nicht.

Aus München bekomme ich jetzt Besuch von der Frau, der ich vor fast 30 Jahren im Liebeswahn verfallen gewesen bin. Keine Sorge, davon bin ich gründlich kuriert, auch wenn es lange gedauert hat. Ich glaube sogar, mir geht die Energie ab, die man braucht, um wahnhaft zu sein. Auf jeden Fall freue ich mich, mal wieder Besuch zu haben und bin am Überlegen, was wir außer Essen zuzubereiten hier alles verbrechen könnten. Ich habe immer schreckliche Sorge, dass ich meine Bekannten langweile, weil ich so wenig zu sagen habe und kaum etwas unternehme, von dem man berichten könnte.

Zu meinen gesammelten Wehwehchen hat sich jetzt massiver Rückenschmerz gesellt. Das ist vielleicht ein unangenehmer Gast! Ich kann gar keinen Moment benennen, an dem es Knacks gemacht hätte, aber es müssen wohl entweder die Zementsäcke in der Arbeit oder das Herumwuchten meiner Eltern gewesen sein, die diese Sache heraufbeschworen haben. Ich hoffe bloß, das wird jetzt keine dauerhafte Angelegenheit, denn so alt wie mit wehem Rücken hab ich mich ja noch nie gefühlt. Es war schon wieder beinhahe gut, da musste ich meinen Vater ins Krankenhaus bringen, damit sie dort seinen Katheter wechseln konnten. Keine große Sache, aber ihn von seinem Rollstuhl ins Auto und wieder zurück zu schleppen, war eindeutig zu viel für meinen Rücken und ich erlitt einen Rückfall. Und einen gesunden Rücken braucht man einfach. Ich muss Getränkekästen, Einkaufskörbe und jetzt in der Arbeit Wäschekörbe schleppen und was weiß ich noch alles. Na, wird schon wieder werden.

Ja, die Arbeit: als Wäscheausfahrer verdiene ich jetzt zumindest Mindestlohn und komme daher mit viel weniger Zeit zu mehr Geld als beim Steine klopfen. Aber es ist natürlich auch eine einsame Arbeit und ich werde mal sehen, ob ich den Kontakt zu ein paar Kollegen aufrecht erhalten kann. In jedem Fall habe ich nur zwei Tage die Woche zu arbeiten und sollte mir wohl überlegen, dass ich irgendwas Vernünftiges mit meiner Freizeit anfange. Leicht gesagt, wo mich doch jede Anstrengung, gleich ob körperlicher oder geistiger Natur, furchtbar erschöpft. Ich hätte zum Beispiel nicht geglaubt, dass Fernsehen auch Arbeit darstellt, aber dem ist so. Jedenfalls habe ich Mühe einen ganzen Film über durchzuhalten. Am liebsten würde ich immer vorspulen, um dem Ende näher zu kommen.

Mein Schwager erholt sich gerade von seiner Lungenoperation, wo sie ihm krankes Gewebe entfernt haben, das aber wohl doch kein Krebs war und wartet auf die große Kieferoperation. Ob ich ihn wohl noch mal lebend zu Gesicht bekommen werde? Und wenn ja, wie sieht so ein künstlicher Kiefer aus? Ich bin froh, dass ich bei all meinen Lastern zumindest nicht rauche, was ihm diesen Schlamassel wohl eingebrockt hat.

Das war es.

Sonnige Grüße aus Niederbayern, euer Karl

4 Kommentare Kategorie: Allgemein (öffentlich) Autor: Sartorius77 27.06.2017 14:38

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